Zur Berufsvorbereitung

Potenzialanalyse: AFG-Schüler bekommen Einblick in ihre Stärken

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Teamer Jörn Elgert sprach mit Schülerin Maria Kruszynska über ihre Fähigkeiten und Talente.

Werne - Wie erkennt man seine Stärken? Dieser Frage gehen die Achtklässler des Anne-Frank-Gymnasiums in diesen Tagen nach. Im Rahmen des Berufsvorbereitungskonzepts „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAOA) absolvierten sie eine Potenzialanalyse, um ihre Fähigkeiten besser einschätzen zu können.

Vor zwei Wochen waren die 90 Jugendlichen in Bergkamen beim Bildungsdienstleister SBH-West zu Gast. Abseits von Zeugnissen, Klausuren und Unterricht lösten sie in Gruppen von je vier Jugendlichen verschiedene Aufgaben. Beobachtet wurden sie dabei von einem Teamer der Stiftung. „Wir konzentrieren uns nicht auf Wissen, sondern auf Fähigkeiten“, sagte Pädagoge Hardy Jackson. Statt Englisch, Biologie und Mathe standen Leistungsbereitschaft, Kooperation oder Problemlösung auf dem Plan. Beispielsweise mussten sich die Achtklässler in die Rolle eines Architekten hineinversetzen und ein Modellgebäude konstruieren oder mithilfe mehrerer Seile einen Tennisball transportieren. Der Vorteil gegenüber dem normalen Lehrpersonal: Die Teamer sind unbefangen. „Wir sind extern, kennen die Schüler vorher nicht“, erklärte der 41-Jährige. 

Selbsteinschätzung und Interessensprofil

Um ein Gefühl für die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, schätzten sich die Schüler anschließend in jedem Bereich auf einer Skala von eins bis fünf ein. „Das hilft den Schülern enorm bei der Berufswahl“, sagte Jackson. Doch neben Talent sollte ein Arbeitnehmer möglichst auch Spaß an seinem Beruf haben. Aus diesem Grund erstellten die Jugendlichen am Computer ein Interessensprofil, bewerteten Themen wie Fitness, Kunst oder Kochen. 

Im zweiten Schritt sind die Pädagogen nun bis Freitag am AFG zu Gast und nehmen sich für jeden Schüler eine halbe Stunde Zeit, um gemeinsam die Potenzialanalyse zu besprechen. „Uns geht’s nicht um Schwächen, sondern vor allem um die Stärken“, sagte Jackson. 

"Ich war total überrascht"

Die 13-jährige Maria Kruszynska bekam als eine der ersten Schülerinnen ihre Ergebnisse mitgeteilt. „Ich war total überrascht. Ich habe mich deutlich schlechter eingeschätzt“, sagte sie erfreut. Marias Stärken liegen besonders in ihrer Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie in den Bereichen Ordnen, Verwalten, Koordinieren, Fremdsprachen und Selbstständigkeit. „Die Analyse hat mir einen super Einblick gegeben, in welchen Bereichen ich mein Praktikum absolvieren könnte“, erklärte sie. 

Der Vorschlag von ihrem Teamer Jörn Elgert: ein Praktikum als Bürokauffrau oder im Marketing. „Ich habe sehr großes Interesse daran. In den kommenden Wochen werde ich mich über diese Bereiche informieren“, sagte Maria. 

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