Aktionstag am Sonntag

"Es kann jeden treffen": Polizei gibt Tipps zum Einbruchschutz

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Zum Thema Einbruchschutz klärt die Polizei jetzt auf.

Werne – 23 Mal stiegen Einbrecher im ersten Halbjahr dieses Jahres in Wohnungen in Werne ein. Das Positive daran: Die Fallzahlen nehmen in der Lippestadt immer weiter ab, wie auch der Vergleich im selben Zeitraum des vergangenen Jahres zeigt.

Denn da waren es 30. Trotz sinkender Einbruchzahlen ist der Schutz der eigenen vier Wände aber immens wichtig. Darauf soll zu Beginn der dunklen Jahreszeit auch der landesweite Aktionstag „Riegel vor“ am kommenden Sonntag im Kreis Unna aufmerksam machen. 

Dabei gab die Polizei schon vorab im Gespräch mit dem WA einige Tipps zur Prävention von Wohnungseinbrüchen und klärte zudem über die Gründe für die rückgängigen Zahlen in Werne und im gesamten Kreis Unna auf. Das Wichtigste im Überblick: 

Gibt es in Werne Einbruchschwerpunkte? 

Theoretisch kann es jeden Bürger in Werne treffen. Denn: „Einen besonderen Schwerpunkt gibt es nicht“, erklärte eine Polizeisprecherin im Hinblick auf die Lippestadt. Grund dafür sei, dass es unterschiedliche Formen von Einbrechern gäbe: Denn während kriminelle Clans bevorzugt in Autobahnnähe einbrechen, steigen beispielsweise Drogenabhängige örtlich gesehen eher willkürlich in Wohnungen ein.

Warum sinken die Einbruchzahlen? 

„Das ist auf die gute Polizeiarbeit zurückzuführen“, betont ein Polizeisprecher. Denn: Vor einigen Jahren habe es eine Umstrukturierung in den Behörden gegeben, erklärte er und verwies zudem darauf, dass auch die Präventionsmaßnahmen mehr geworden seien. Zum Rückgang der Fallzahlen trage auch bei, dass die Bürger die Beratungsmöglichkeiten der Polizei annehmen und außerdem in den Einbruchschutz investieren würden. 

Wie kann man seine vier Wände schützen? 

Auf drei Bereiche des Einbruchschutzes macht die Polizei auf ihren Internetseiten aufmerksam. Zum ersten Bereich gehört der Einbruchschutz durch eigenes Verhalten. Dazu zählt etwa: Verschließen der Fenster sowie der Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit; auf gekippte Fenster achten, da sie für Einbrecher leicht zu öffnen sind; Wohnungstüren doppelt abschließen und nicht einfach zuziehen; nach dem Klingeln an der Haustür den Türspion oder die Türspaltsperre nutzen. Einbruchschutz durch Nachbarschaftshilfe bedeutet, auf unbekannte Personen und verdächtige Situationen zu achten und im Verdachtsfall die 110 zu rufen. Der dritte Bereich umfasst den technischen Einbruchschutz: So gibt es jede Menge einbruchhemmende Produkte für die eigenen vier Wände, zu denen die Polizei oder auch Fachfirmen beraten. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.unna.polizei.nrw. 

Wo kann man sich beraten lassen? 

Die Polizei im Kreis Unna bietet auch Beratungen an. Wer Fragen hat oder einen Termin vereinbaren möchte, meldet sich telefonisch unter 02307/9214400 oder per E-Mail an kriminalpraevention.unna@polizei.nrw.de. „Wir beraten unabhängig und kostenlos“, betont ein Polizeisprecher.

Zahlen

Mit weiter rückläufigen Fallzahlen bei Wohnungseinbrüchen folgt Werne dem landes- und kreisweiten Trend. So kam es in Werne im Jahr 2018 zu insgesamt 43 Wohnungseinbrüchen, 2017 waren es 84, 2016 sogar 119 und 2015 waren es 97. Mit Blick auf den gesamten Kreis Unna ergibt sich folgendes Bild: 2018: 484 Wohnungseinbrüche, 2017: 617, 2016: 1039 und 2015: 1184.

Einen Informations- und Beratungsstand sowie Mitmachaktionen bietet die Kreispolizeibehörde im Rahmen des Landesaktionstags „Riegel vor“ diesen Sonntag, 27. Oktober, zwischen 11 und 17 Uhr in Kamen am Willy-Brand-Platz.

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