Empörung über Standortaufgabe im Sauerland

Pflegedienst Jakubke gibt Standort in Menden auf - und will in Werne expandieren

+
Symbolbild

Werne – Der in Werne beheimatete „Pflegedienst Constanze Jakubke“ hat seinen Standort im sauerländischen Menden aufgegeben. Dortige Medien berichteten, dass die Patienten erst zwei Tage vor Schließung zum September per Zettel über diesen Schritt informiert wurden; dies habe zu großer Empörung geführt. Für alle anderen Standorte gebe es keinerlei solche Pläne.

Das sagte Inhaberin und Gründerin Constanze Spellerberg am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Gegenteil: Werne und Herbern würden sogar vergrößert, betonte sie. Sorgen bräuchten sich die Pflegebedürftigen und deren Angehörige hier und etwa auch in Hamm keinesfalls machen, stellte sie klar. 

Spellerberg räumte die späte Information in Menden ein. Sie betonte aber auch, dass die Betreuung der Patienten durchgängig sichergestellt gewesen sei. So seien ihre Mitarbeiter in Menden von einem anderen Pflegedienst übernommen worden; dieser habe auch die weitere Betreuung übernommen. 

"Fokus stärker auf andere Städte"

Die Entscheidung, sich aus Menden zurückzuziehen, habe ohnehin zum Ende dieses Jahres umgesetzt werden sollen, erklärte die Pflegeunternehmerin, die am Standort Werne 1998 startete und mittlerweile im gesamten Umkreis rund 180 Mitarbeiter zählt. „Es war eine rein unternehmerische Entscheidung“, begründete Spellerberg. „Wir hätten den Pflegedienst dort nicht mehr in der gewohnten Qualität anbieten können“, sagte sie und erklärte, dass der Betrieb des ohnehin sehr kleinen Pflegedienstes in Menden von Werne aus sehr aufwändig gewesen sei. 

Den Fokus richte man nun noch stärker auf die anderen Städte. Laut Spellerberg wird das Unternehmen noch in diesem Jahr vom bisherigen Standort in Werne am Schwanenplatz zur Steinstraße in größere Räumlichkeiten umziehen. Diese würden seit Mai umgebaut. Erweitert wird auch die betreute Wohngemeinschaft im „Haus Hombrede“ in Herbern, die Ende 2017 eröffnet worden war und nun durch einen Anbau weitere Gruppen ermöglichen soll. 

Auch nach Waltrop wolle man expandieren. Schwerpunkt solle die Region um Werne herum sein sowie das Münsterland. Menden habe daher nicht ins Portfolio gepasst. „Uns geht es gut“, sagte Spellerberg über ihr Unternehmen. Letztlich sei die Entscheidung gegen Menden auch eine Entscheidung für alle anderen Standorte gewesen – auch für Werne, Herbern und Co.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare