Besucher kamen in Scharen

Ein Paradies für Spargel- und Blumen-Fans

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Spargel und Erdbeeren waren besonders gefragt beim bestens besuchten Blumen- und Spargelmarkt am Samstag in der Werner Innenstadt.

Werne – Kaum etwas steht so sehr für den Frühling wie farbenfroh blühende Gärten und Spargel in allen Variationen: Beim Blumen- und Spargelmarkt am vergangenen Samstag standen die beiden Frühlingsboten im Mittelpunkt des Geschehens. Und die Besucher kamen bei sommerlichen Tempraturen in Scharen.

Heimische Gärtnerbetriebe, die Beschicker des Wochenmarktes und ansässige Institutionen ließen die Innenstadt mit ihrem bunten Angebot aufblühen – und das genau rechtzeitig zur Gartensaison. Von Erdbeeren über luftgetrocknete Salami bis hin zur handgefertigten Halskette wurden zudem nicht nur Spargelfans oder Blumenliebhaber mit grünem Daumen fündig.

Nichtsdestotrotz bildeten sich gerade vor den Spargelständen schnell Menschentrauben. Während er geschälten, dünnen, dicken und bis aufs Köpfchen gestutzten Weißspargel unter die Leute brachte, hatte Thorsten Bleckmann außerdem den einen oder anderen Tipp für Kenner parat. Etwa diesen: „Wer wissen will, ob er frischen Spargel vor sich hat, der sollte zwei Stangen gegeneinander reiben und hinhören, ob es quietscht.“

Am Verkaufsstand vom Hof Bleckmann gab es neben 300 Kilo weißem Gemüse sämtliche klassischen Spargelbeilagen – Kartoffeln, Sauce Hollandaise, Wein, oder aber Erdbeeren zum Nachtisch. „Man kann Spargel allerdings auch roh im Salat essen. Nach der Feldarbeit beiße ich oft selbst in eine frische Spargelstange“, verriet er. Bis zum 24. Juni dauere die Spargelsaison noch an, „also ist jetzt gute Halbzeit.“ Mit der Ernte sei er trotz der Dürreperiode im vergangenen Sommer sehr zufrieden. Bleckmann: „Zu unserem Spargelfest am 30. Mai wird noch jede Menge da sein.“

Für Marktbesucherin Marie-Therese Müller und ihren Mann Karl Heinz durfte es bereits am Samstag ein Kilo Bleckmann-Spargel sein. Heute Nachmittag gebe es „natürlich Spargel mit Butter und Salzkartoffeln zum Essen“, erzählte Marie-Therese Müller. Vorher werde noch ein wenig für den heimischen Garten geshoppt. „Und ich laufe einfach hinterher“, scherzte ihr Ehemann Karl Heinz.

Farbenfrohe Augen- statt Gaumenschmäuse gab es zum Beispiel bei Gerlind Leifeld vom gleichnamigen Werner Gartenbaubetrieb. Unter strahlend blauem Himmel stattete sie ihre Kunden für den Sommer aus: mit Eisbegonien, rankendem Weihrauch, Blumenampeln, Kräutern und vielem mehr. „Jetzt ist Zeit für alles, was ins Beet und auf den Balkon darf“, so die Gärtnerin. Wer wolle, dass seine Pflanzen angingen, müsse eigentlich nur auf gute Erde achten und mäßig, aber regelmäßig gießen. „Ein bisschen Blumendünger kann auch nicht schaden, ist aber kein Muss“, betonte Leifeld.

Blumen- und Spargelmarkt

Vollkommen abseits von Spargel und Blumen, aber genauso gefragt, war die Fahrrad-Codieraktion des ADFC-Ortsvereins Werne. Mithilfe eines Tätowiermaschinen-ähnlichen Gerätes registrierten die freiwilligen Helfer innerhalb kürzester Zeit über 50 Fahrräder, um sie zukünftig vor Dieben und Hehlern zu schützen. „Dabei wird ein 16-stelliger Code mit verschlüsselten Informationen über Adresse und Namen des Eigentümers in den Fahrradrahmen eingestanzt“, erläuterte ADFC-Kassierer Horst Schuster. Werde ein Fahrrad gestohlen und tauche später woanders wieder auf, könnten Polizei und Fundbüros besagten Eigentümer problemlos ermitteln. „Für alle anderen ist der Code vollkommen undurchsichtig. Und außerdem schreckt der knallorangene Aufkleber Diebe zusätzlich ab“, so Schuster. Vor allem E-Bike-Besitzer ließen ihre oft mehrere tausend Euro teuren Drahtesel gern codieren. „Und bis jetzt wurde mein Fahrrad zumindest noch nicht geklaut“, scherzte ADFC-Mitglied Michael Stadtmann optimistisch.

Auch satt werden konnten die Markbesucher am Ende ihrer Einkaufstour. Der Köcheclub zauberte diverse Spargelgerichte auf dem Kirchplatz, die Kita Lütkeheide backte stundenlang Waffeln, außerdem gab es Pommes, Bratwürstchen, Kaffee und Kuchen. Spielspaß für Kinder garantierten zwei Hüpfburgen: eine für Einhorn-Fans, eine für kleine Ritter.

Ralf Baranowski von der Familien- und Krankenpflege Bochum war mit seinen jung gebliebenen Begleiterinnen extra für den Markt angereist. „Die Currywurst schmeckt zu Hause am besten, aber Werne ist ein tolles Städtchen“, bilanzierte er. Das sah Rentnerin Elfriede Müller ähnlich. „Bei so tollem Wetter macht es doppelt so viel Freude. Wir genießen den Ausflug in vollen Zügen.“

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