Virtuos und einfühlend

+
Bernd Scherers beeindruckte sein Publikum in der St.-Christophorus-Kirche mit seiner farbigen Registrierkunst.

WERNE -  Die Stiftung Musica Sacra Westfalica veranstaltete am Sonntag in der St.-Christophorus-Kirche ihr erstes Konzert in diesem Jahr. Eingeladen hatte sie dazu Prof. Dr. Bernd Scherers aus Berlin, der ein Programm mit französischer Orgelmusik zum Abschluss der Weihnachtszeit vorbereitet hatte.

Er eröffnete den Abend mit einem „Grand Dialogue“ von Louis Marchand (1669-1732), mit dem er die Klangfülle der Orgel eindrucksvoll vorstellte. In den Variationen über Noels, das heißt volkstümliche Weihnachtslieder, von Francois-Eustache du Caurroy (1549-1609) und Michel Corrette (1709-1795) dokumentierte Scherers eindrucksvoll seine farbige Registrierkunst.

Ein hochromantisches Feuerwerk zündete der Künstler dann mit dem Offertoire pour la Fête de Noel op. 24 von Jules Grison (1842-1896), dem er die intime Pastorale aus der 2. Symphonie von Charles-Marie Widor (1844-1937) folgen ließ. Das 20. Jahrhundert war mit Werken der Komponisten Jean Langlais (1907-1991), Pierre Camonin (1903-2003) und Marcel Dupré (1886-1971) vertreten. Mit immenser Virtuosität und großem Einfühlungsvermögen schuf Scherers musikalische Kleinodien von prismenhafter Farbigkeit.

Ausklingen ließ Scherers das Konzert mit zwei Sätzen aus der 1. Orgelsymphonie von Alexandre Guilmant (1837-1911). Auf die sehr verinnerlichte Pastorale folgte mit dem Finale eine mit allen technischen Raffinessen gespickte furiose Toccata, in der Scherers nochmals die ganze Klangmächtigkeit der Orgel entfaltete.

Mit großem Applaus dankte das Publikum Scherers für den gelungenen Abend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare