Obst- und Zahnprojekt an der Wiehagenschule beliebt

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Für die Kinder der Wiehagenschule kann es gar nicht genug Obst geben. ▪

WERNE ▪ Die Antwort der Kinder von der Wiehagenschule fiel einstimmig aus. Welche Obstsorte am begehrtesten ist, hatte Lehrerin Nicole Lauber gefragt. „Erdbeeren!“, riefen die acht Schüler aus Laubers Klasse.

Seit April 2010 läuft an der Werner Grundschule das EU-Schulobstprogramm. Finanziert wird es jeweils zur Hälfte von der Europäischen Union (EU) und vom Land Nordrhein-Westfalen. Lauber koordiniert das Projekt und stellte es gestern in der Küche der Wiehagenschule mit einigen Kindern ihrer dritten Klasse vor.

Nicht nur die Schüler, sondern auch etwa 45 Mütter von Kindern aller Klassen beteiligen sich an dem Programm und schneiden morgens die Früchte portionsgerecht. Zudem schickt jede Klasse beim „Obstdienst“ zwei Schüler zu der Zubereitung. „Sowohl die Kinder als auch die Eltern sind froh, dass wir das machen“, berichtete Konrektorin Verena Erlenkämper. Schließlich bekämen viele Kinder zuhause nicht so oft Obst zu essen. Daher sei die Resonanz rundum positiv. „Nach dem Ende der dritten Stunde kommen jeden Tag die leeren Schüsseln zurück“, schmunzelte Erlenkämper.

Geliefert werden die Früchte vom Werner Lebensmittelhändler Clemens Overmann. Täglich bringt er ungefähr 32 Kilo Obst zur Wiehagenschule. Dies entspricht gut 100 Gramm Obst pro Kind. Overmann ist froh, dass NRW sich im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern an dem Projekt beteiligt und glaubt: „Dadurch stärkt man auch die Region.“ Gestern etwa kamen Äpfel und Birnen aus Senden auf den Tisch.

Doch die Schüsseln mit den Früchten werden nicht bloß in die Klassenräume gestellt. Vielmehr lernen die Kinder in jedem Schuljahr etwas über Landwirtschaft und gesunde Ernährung. „Das wird von Klasse 1 bis 4 durchgehend thematisiert“, betonte Lauber und ergänzte: „Für die Kinder wird es besonders spannend, wenn die Jahreszeit wechselt und sie sehen, dass es anderes Obst gibt.“ So freuten sie sich zur Weihnachtszeit über Orangen, müssen währenddessen aber auf die geliebten Erdbeeren verzichten.

Neben dem Obstprogramm übten sich die Wiehagenkinder gestern noch an einem weiteren Projekt. Denn im „fliegenden Klassenzimmer“, einem Raum mit flexibler Besetzung, findet derzeit das seit Jahren aufgelegte Zahnprojekt statt. In Zusammenarbeit mit dem zahnärztlichen Dienst des Kreises Unna erfahren die Schüler alles rund um das Thema Zahngesundheit.

An verschiedenen Stationen beschäftigen sich die Klassen für jeweils zwei Schulstunden mit Arbeitsblättern zum Thema, üben richtiges Zähneputzen an großen Gebissmodellen oder stellen selbst Zahnpasta her, die sie mit nach Hause nehmen dürfen. Noch bis Montag wird den Schülern so auf den Zahn gefühlt. ▪ cm

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