Blickfang ist ein 20 Meter langes Klettergerüst

Neues Spielgerät auf dem Schulhof: Wiehagenschüler lernen spielend

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Klettern, hangeln, balancieren – das alles ist möglich am und auf dem mehr als 20 Meter langen Klettergerüst, das auf dem Gelände des Wiehagenschul-Neubaus steht. Neben den Schülern vom Wiehagenrat freuen sich (von links, hinten) Martin Abdinghoff vom Sponsor, der Stiftung der Sparkasse an der Lippe, Sportlehrerin Conny Held, Jürgen Hetberg vom Kommunalbetrieb Werne, Andrea Plaß vom Förderverein, Schulpflegschaftsvorsitzende Annika Bruns und Schulleiterin Klaudia Funk-Bögershausen.

Werne - Wenn die Wiehagen-Grundschüler zum Ende der Herbstferien in ihren Neubau ziehen, finden sie auf dem dortigen Außengelände auch eine eindrucksvolle und höchst einladende Spiel- und Sportlandschaft vor. 

An der Spiel- und Sportlandschaft, die vom Förderverein der Schule sowie von der Stiftung der Sparkasse an der Lippe mitfinanziert wurde, wird seit mehreren Wochen gearbeitet. Hinter der Turnhalle sind bereits ein begehbarer Wall mit Betonröhre zum Hindurchlaufen und eine Weitsprunganlage entstanden, die Umrisse eines Bolzplatzes sind zu erkennen, zudem wird ein Sandkasten für jüngere Kinder angelegt. 

Blickfang aber ist ein mehr als 20 Meter langes Klettergerüst aus langlebiger Robinie gleich neben der Sporthalle. Klettern, hangeln, balancieren – das Gerüst ermöglicht allerlei körperliche Übungen. „Wer viel lernt, muss sich viel bewegen“, sagt Schulleiterin Klaudia Funk-Bögershausen mit Blick auf die imposante Holzkonstruktion und ihre Schüler. 

Der Wiehagenrat, ein Schülergremium, hatte sich zusammen mit den Planern der Stadt, den Lehrern und der Elternschaft intensiv Gedanken zur Gestaltung der Spiel- und Sportlandschaft gemacht, dabei eine Vielzahl von Katalogen gewälzt und das Votum der einzelnen Klassenräte eingeholt. Mit dem neuen Klettergerüst sind sie hochzufrieden. „Wir wollten, dass alle etwas davon haben – Erstklässler genauso wie Viertklässler“, erläuterte eine Schülerin. Am Montagmorgen stellte der Wiehagenrat den Sponsoren das Klettergerüst vor. 

Martin Abdinghoff vom Vorstand der Sparkasse an der Lippe zeigte sich beeindruckt. „Wir haben das Geld gerne ausgegeben. Wenn ihr hier spielt und Spaß dabei habt, ist das ganz in unserem Sinne“, sagte der Gast, der sich über ein Wiehagen-Käppi und eine Medaille als Dank für die Unterstützung freuen konnte. Einen „hohen fünfstelligen Betrag“ hätten das hiesige Geldinstitut und der Förderverein gegeben, hieß es. Andrea Plaß, Beiratsmitglied bei den Förderern, und Stellvertreterin der Schulpflegschaftsvorsitzenden, Annika Bruns, betonten auch mit Blick auf die heutige Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen, dass Anreize zur Bewegung mehr denn je vonnöten seien. 

Hinter der Turnhalle werden überdies zwei Schaukeln aufgestellt (eine normale und eine Nestschaukel) sowie zwei Tischtennisplatten. Zudem entsteht eine Bolzfläche für Jüngere und ein Bootsmannssteg mit Seil. Bereits installiert wurde eine Rutsche sowie sogenannte Lümmelbänke – hölzerne Sitzgelegenheiten, die ohne Lehne auskommen, aber eine Stange für die Füße haben. Etwa in sechs bis acht Wochen sei die Spiellandschaft fertig, sagte Jürgen Hetberg vom Kommunalbetrieb. 

Dann stehe sie – wie alle Schulhöfe der Stadt – von nachmittags an bis um 20 Uhr abends allen Kindern zur Verfügung. Mit den Wiehagenschülern ziehen auch einige ihrer Spielgeräte von den derzeitigen Schulstandorten Horster Straße und Schulstraße mit um zur Stockumer Straße. Mit diesen wird nicht nur die Fläche hinter der Turnhalle gestaltet, sondern auch das Außenareal des künftigen OGS-Bereichs südöstlich des neuen Schulgebäudes. Im Pflaster ist bereits ein Spielfeld für Großschach-Figuren verlegt worden. Laut Hetberg wird auch noch an der Außenwand der Turnhalle Hand angelegt. Sie wird mit Klettergriffen versehen. 

Die Sportstätte selbst stammt bekanntlich noch aus Zeiten der früheren Weihbachschule und wurde neu gestrichen. Aufgemöbelt wird zudem der Basketballkorb auf dem Schulhof, der schon den Weihbach-Grundschülern als Wurfziel diente. Neu entstanden ist ein mit großen Natursteinen gestaltetes grünes Klassenzimmer, das später noch mit einem Hochbeet versehen werden soll. Zur Eröffnung der neuen Wiehagenschule wird inmitten des Schulhofs – zentral zwischen neuem Gebäude und alter Turnhalle – eine Japanische Zierkirsche gepflanzt. An dieser Stelle sollen zudem Sitzgelegenheiten aufgestellt werden – „aber keine Lümmelbänke“, sagt Funk-Bögershausen.

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