Neue Automaten programmiert

Ab Freitag wird Parken in der Innenstadt teurer

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Oliver Romberg vom Ordnungsamt zieht probeweise einen Schein an den neuen Parkautomaten, Modell „Strada“.

WERNE - Noch einmal schlafen, dann hat Werne die Bescherung: Ab Freitag gilt das neue Parkraumbewirtschaftungskonzept.

Die Stadt Werne erhöht zum 1. Februar die Gebühren und hält im Innenstadtbereich fürs Parken mehr oder weniger lückenlos die Hand auf, damit mehr Geld in die klamme Stadtkasse kommt. Für Pendler und Laternenparker werden 257 Dauerstellplätze geschaffen. Damit Freitag alles an Ort und Stelle ist, laufen im Ordnungsamt und beim städtischen Bauhof die letzten Vorbereitungen.

Im Keller des Stadthauses steht das Modell „Strada“ des Automatenherstellers Parkeon (Werbeslogan: „Create Harmony for your City“) für die Montage bereit. Nachdem ein Techniker des Lieferanten am Mittwoch mit Oliver Romberg vom Ordnungsamt in die Minicomputer eingegeben hat, was die neue Parkgebührenordnung an Tarifen vorgibt, werden sich zwei Monteure heute daran machen, die 95 Kilo schweren Apparate aufzustellen.

In sechs neue Geräte für 50 000 Euro hat die Stadt investiert, um die erwarteten Mehreinnahmen von 160 000 Euro (bisher 240 000) jährlich erzielen zu können. Funktion und Bedienung unterscheiden sich nicht von dem Dutzend Altautomaten, das parallel neu programmiert wird. Am Hagen, wo neben den üblichen Parkscheinen Tickets für die Wohnmobilstellplätze und, wie am Kurt-Schumacher-Platz, Tageskarten für die Dauerparker benötigt werden, sind die Geräte mit einer Info-Taste versehen, damit sich die Gebührenzahler einen Überblick verschaffen können.

Um die Ausweitung der Gebührenpflicht im Stadtkern, darunter die Schulparkplätze Bahnhofstraße und Schulstraße sowie die Flächen am Alten Amtsgericht, kenntlich zu machen und die Dauerparkplätze auszuweisen, stellt der Bauhof heute die letzten von 23 neuen Schildern (10 000 Euro) auf und muss bis Freitagmorgen noch jene enthüllen, die mit Folie verdeckt schon aufgestellt worden sind.

Parallel wird auf dem Innenstadtabschnitt der B 54, Wernes gefragtestem Gratisparkplatz, ein Lkw-Parkverbot eingerichtet. Es ist zu erwarten, dass insbesondere dort Autofahrer versuchen werden, einen kostenlosen Stellplatz zu ergattern. In Abstimmung mit dem dort zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW soll beobachtet werden, wie sich die Verkehrssituation entwickelt.

Die Beschäftigten der Stadtverwaltung sind vorerst von der Gebührenpflicht verschont. Bekanntlich ist im Mitbestimmungsverfahren ein Widerspruch des Personalrates anhängig, der eine noch nicht terminierte Entscheidung durch die Einigungsstelle erfordert. Solange die nicht wirksam ist, können die Mitarbeiter auf drei zugewiesenen Bereichen in Stadthausnähe weiter kostenlos parken. Dort stehen für gut 100 Beschäftigte mit Verwaltungsparkausweis 120 Stellplätze zur Verfügung. Die bisher den Mitarbeitern zugewiesene Schotterfläche am Schlot wird nun ebenfalls bewirtschaftet.

Hier noch einmal die wichtigsten Änderungen im Überblick: Die Brötchentaste erlaubt weiter 30 Minuten Gratisparken für Besorgungen.

Die zwölf Wohnmobilplätze kosten 7 Euro Tagesgebühr. Die 1. bis 5. Stunde kostet je 1 Euro pro Stunde, Tagesticket 7 Euro. Auf 350 der 1 129 Stellplätze ist Parken in den ersten drei Stunden frei. Danach gilt: 4. Stunde 1 Euro, 5. Stunde 2 Euro; Tagesgebühr 7 Euro. Dauerparker zahlen 20 Euro pro Monat; Jahreskarte: 200 Euro, Halbjahreskarte: 110 Euro. - bkr

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