Überwiegend Einzel- und Doppelhäuser

Zwischen Baaken und Bellingheide: Neues Baugebiet in Sicht

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Auf dieser 2,3 Hektar großen Fläche zwischen den Straßen Baaken und Bellingheide soll das „Wohnquartier Baaken“ entstehen. Dazu müsste die Politik einer Änderung des Bebauungsplans zustimmen. Rechts sind die Rückseiten der neu entstandenen Großgaragen zu sehen.

Werne - In Werne gibt’s so gut wie keine freien Baugrundstücke mehr. Das könnte sich bald ändern. Ein Privat-Investor will ein Neubaugebiet zwischen der Straße Baaken und der Bebauung entlang der Bellingheide entwickeln. Ein neues „Wohnquartier Baaken“ bedarf indes noch der Zustimmung der Politik.

Die Idee, auf der 2,3 Hektar großen Fläche Wohnbebauung zu realisieren, ist nicht neu, jetzt aber offenbar konkreter geworden. „Der Eigentümer hat uns im vergangenen Jahr mit der Bitte angesprochen, eine Änderung des Bebauungsplans in die Wege zu leiten“, berichtet Gabriele Stolbrink, Leiterin Stadtentwicklung/Stadtplanung bei der Stadt. Die Planungen sähen überwiegend Einzel- und Doppelhäuser vor, aber auch öffentlich geförderten Wohnungsbau in Mehrfamilienhäusern. Wie viele Wohneinheiten entstehen, lässt sich laut Stolbrink erst sagen, wenn das notwendige städtebauliche Konzept vorliegt. Zum Vergleich: Im Baugebiet Schürmanns Wiese in Stockum sind auf einem Hektar Fläche rund 30 bis 35 Wohneinheiten vorgesehen.

Das Areal zwischen Baaken und Bellingheide ist aktuell als eingeschränktes Gewerbegebiet ausgewiesen und grenzt an Gewerbe an. Das macht einen Lärmschutz nötig. Dieser könnte nach Einschätzung eines Gutachters in Form einer eigenständigen Lärmschutzanlage realisiert werden, alternativ dazu könnte auf den jüngst erbauten Großgaragen am Baaken auch eine 1,50 Meter hohe Wand errichtet werden.

Die Großgaragen am Baaken bieten einen Lärmschutz zwischen Gewerbe- und möglichem Wohngebiet. Dieser reicht bei Realisierung der Pläne aber nicht aus, sodass zusätzliche Baumaßnahmen nötig würden.

Bei der Entwicklung zum Wohngebiet ist laut Stolbrink darauf zu achten, dass das benachbarte Gewerbe nicht eingeschränkt und gleichzeitig „gesundes Wohnen“ möglich werde. In Sachen Artenschutz sei mit keinen planerischen Hürden zu rechnen, da die Fläche schon seit Langem landwirtschaftlich genutzt werde.

Planungsausschuss berät am 7. Mai

Über das „Wohnquartier Baaken“ berät der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr in seiner Sitzung am Dienstag, 7. Mai (17.30 Uhr; Cafeteria im Stadthaus). Dabei stellt ein vom Flächeneigentümer beauftragter Projektentwickler das Vorhaben genauer vor. Findet es Gefallen, ist mit einem Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans zu rechnen.

Käme es zum Beschluss und würde der Eigentümer seine Pläne weiterverfolgen, seien eineinhalb Jahre realistisch, bis ein „Wohnquartier Baaken“ erschlossen werden könnte, sagt Stolbrink. Eine zügige Realisierung sei aus ihrer Sicht wünschenswert. Regelmäßig gingen Anfragen zu Baugrundstücken ein, und ebenso regelmäßig müssten potenzielle Bauherren vertröstet werden.

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