Ab 18 Uhr Freiluft-Messe

Offizieller Termin an St. Konrad: Grundstein wird am Donnerstag gelegt

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Der Neubau für die Zentralrendantur auf dem Kirchberg St. Konrad schreitet voran. Für morgen, Donnerstag, lädt die Kirchengemeinde St. Christophorus zur Grundsteinlegung ein. Sie beginnt um 18 Uhr mit einer Freiluft-Messe.

Werne – Die katholische Kirchengemeinde St. Christophorus lädt für morgen, Donnerstag, zur Grundsteinlegung an St. Konrad ein. Der Neubau für die dortige Zentralrendantur samt Einrichtung einer Kapelle im historischen Kirchturm liege im Zeit-und Kostenplan, freut sich Pfarrdechant Jürgen Schäfer.

Die Feier beginnt um 18 Uhr mit einer Messe unter freiem Himmel. Im Anschluss erfolgt gegen 19 Uhr die Grundsteinlegung. Es sind Ansprachen geplant, unter anderem von Wernes stellvertretender Bürgermeisterin Gudrun Holtrup. Danach laden die Gemeindemitglieder vor Ort zu Getränken und Grillwürstchen ein. Der erste Spatenstich an St. Konrad war im März gesetzt worden. Seither wurden die Bodenplatte, eine Teilunterkellerung und das Erdgeschosses erstellt. Letzteres erhält zurzeit eine Decke. 

Noch vor dem Winter soll das zweite Stockwerk samt Satteldach fertig sein. „Dann kann über die kalte Jahreszeit hinweg der Innenausbau erfolgen“, sagt Schäfer. Die Arbeiten seien weitgehend vergeben. Neu sei die Idee, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zu installieren. „Damit könnten wir uns dann selbst mit Strom versorgen“, so Schäfer. Mit dem Bistum Münster würden bereits erste Abstimmungsgespräche geführt. 

Um den Bauzeitenplan bis zur erhofften Fertigstellung im Frühjahr einzuhalten, tage der Kirchenvorstand auch in den Sommerferien. „Es müssen ja kontinuierlich Entscheidungen getroffen werden.“ Im zweistöckigen Gebäude entstehen neben Büros für die kirchliche Verwaltungsstelle auch Räume für die Gemeinde, unter anderem ein größerer Saal mit angrenzender Küche. Geheizt wird mit Erdwärme. Auch der Einbau einer Lüftungsanlage ist geplant. Neubau und Turmkapelle werden mit einem gläsernen Eingangsbereich miteinander verbunden. 

Hier, an der Wand gleich rechts hinterm Eingang, soll auch der Grundstein eingebaut werden. Gleich darunter wird jener platziert, der 1955 an die Kirche St. Konrad angebracht wurde. Das Kirchenschiff des Gotteshauses war nach seiner Profanierung im Herbst 2018 abgerissen worden. Der Neubau ist statisch so ausgelegt, dass er bei Bedarf noch ein drittes Stockwerk trägt. Parallel zum Bau des neuen Gebäudes macht sich die Gemeinde intensiv Gedanken zur Gestaltung der Kapelle. 

Die Fenster im Turm sollen in jedem Fall mit der Bleiverglasung aus dem früheren Kirchenschiff versehen werden. Das Geläut erhält einen neuen hölzernen Glockenstuhl und wird um weitere Klangkörper ergänzt. Die für den Gottesraum vorgesehene Gebraucht-Orgel ist bereits beim Hersteller, der Firma Bosch bei Kassel, eingelagert worden und wird dort noch auf Vordermann gebracht. Das rund 30 Jahre alte Instrument stammt von der Evangelischen Kirchengemeinde in Dortmund- Lanstrop. Es ist ein wenig kleiner als die frühere Konrad-Orgel, die jetzt in Maria Frieden erklingt. 

Die Baumaßnahmen auf dem Kirchberg St. Konrad sind mit insgesamt 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Die Gemeinde St. Christophorus als Bauherrin vermietet langfristig Räume an die Zentralrendantur. Auf diesem Wege gelinge es ihr, den Standort St. Konrad in Zeiten sinkender Mitgliederzahlen und auch Einnahmen überhaupt zu halten, so Schäfer. „Ich freue mich sehr, dass in St. Konrad etwas Neues entsteht“, sagt Annette Budde, seit 1989 Küsterin an der Stockumer Straße. Anfangs hätten sie die Abriss- und Umbaupläne noch „sehr traurig“ gestimmt, „aber wir sind ja nicht weg“, betont sie. 

Ähnlich blickt Rudolf Credo, Urgestein der örtlichen KAB, auf die Entwicklung, wobei der Schmerz noch tief sitzt. „Ich habe die alte Kirche von St. Konrad noch selbst mit aufgebaut“, berichtet der 80-Jährige. Da könne man nicht von heute auf morgen einfach umschalten. Gleichwohl schaue er nun positiv nach vorn. Nach Worten von Pfarrdechant Schäfer soll demnächst noch ein Gestaltungskonzept für die weiteren kirchlichen Flächen an St. Konrad erstellt werden. 

Mitbetrachtet werden sollen dabei die Bereiche des früheren Kindergartens St. Konrad und des Bruder-Konrad-Hauses. Der 15. August eigne sich im Übrigen gut für die Grundsteinlegung, sagt der Geistliche. Dann sei der kirchliche Feiertag Mariä Himmelfahrt – und Bruder Konrad von Parzham (1849–1894), Namenspatron der hiesigen Kirche, sei ein sehr großer Marienverehrer gewesen.

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