Sparkasse: Servicecenter zur Filialschließung an Silvester nicht fertig

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Vorstand Martin Abdinghoff auf der Baustelle. 

Werne. Wenn die Sparkasse Ende des Monats die im Sommer 2017 angekündigte Schließung der Filialen Stockumer und Horster Straße vollzieht, wird es den geplanten nahtlosen Übergang auf den zentralen Service in der früheren Hauptstelle am Markt noch nicht geben. 

Der Umbau der 1 700 Quadratmeter großen Schalterhalle zum Beratungszentrum mit allen Angeboten auf einer Ebene hat sich im Detail als zeitraubender erwiesen als beim Baustart im Juni gedacht. In der ersten Februarwoche soll das Werk nach korrigiertem Zeitplan nun fertig sein.

Für die Kunden und Mitarbeiter der beiden Nebenstellen bedeutet das aber keinen Aufschub der Schließung, wie Vorstandsmitglied Martin Abdinghoff auf Anfrage des WA erläuterte: „Wir mussten dafür langfristig Verträge kündigen, den Mietvertrag für die Horster Straße sogar ein Jahr vorher. Auch die Verträge zur Unterstützung der EDV in den Filialen wurden zum Jahresende gekündigt. Da können wir nicht einfach etwas verlängern.“

Keine Verlängerung der Nebenstellen

Außerdem möchte der Vorstand der Sparkasse an der Lippe bei dem bleiben, was er den Evenkämper Kunden Ende November in persönlichen Briefen mitgeteilt hatte: dass ihre Filiale zum 1. Januar schließen werde. Am 2. des Monats sollten diese Kunden dem Brief nach ihre vertrauten Ansprechpartner in der neuen Servicezentrale wieder erreichen können. Nun werden sie sich mit fünf Wochen Übergang behelfen und die Mitarbeiter noch enger zusammenrücken müssen. Über den neuen Zeitplan sind gestern zunächst die Mitarbeiter in Werne und dann die Kollegen in Lünen und Selm informiert worden. Wegen der Bauarbeiten sind am Markt die Abteilungen ohnehin schon im Obergeschoss konzentriert worden. An der Südmauer ist übergangsweise eine kleine Geschäftsstelle mit Kasse eingerichtet, das Selbstbedienungsangebot wurde in den Container vor dem Gebäude ausgelagert. 

Werne-West und Stockum nicht betroffen

Die Nebenstellen Werne-West und Stockum sind von der Umstrukturierung nicht berührt. Die Immobilien- und Versicherungsabteilung wird vom Salinenparc zum Markt umziehen. Am alten Sitz verbleibt ein SB-Center, die Automaten der schließenden Standorte werden aber abgebaut. Am Markt nimmt in dem Bau aus den frühen 1980er Jahren allmählich das neue Konzept Gestalt an. In weiten Teilen der Halle verbirgt die neue Deckenverkleidung, woran die Handwerker über Monate intensiv gearbeitet haben: Neue Lüftungskanäle, Daten- und Stromleitungen und der neue Wasserkreislauf für die Kühlelemente, die einen Teil des Mehraufwands ausmachen. „Es ist hier wie bei jedem Umbau im Altbestand. Man findet plötzlich Dinge vor, die so vorher keiner im Blick hatte“, erläuterte Abdinghoff.

Handwerker leisten Sonderschichten

Er ist aber voll des Lobes für die Handwerker. Die zeigten vollen Einsatz, obwohl jede Verschiebung im Bauablauf auch ihre Terminpläne durcheinanderbringe und die Auftragsbücher voll seien. „Wir haben versucht, örtliche Betriebe einzubinden, jeder sollte ein Angebot bekommen, wir haben einige hier“, so der Vorstand. So bereitet Maler Hölscher gerade den Anstrich vor, Firma Kroes die Verlegung des Bodens. Noch sind die Trockenbauer mit der Herrichtung der Büros beschäftigt, die künftig die Schalterhalle säumen werden. Damit es voran geht, wird auch an Samstagen gearbeitet. So entstehen Arbeitsplätze für 30 Berater, etwa 40 Mitarbeiter werden im Obergeschoss tätig sein. Neu ist der zentrale Servicepunkt, der Kunden weiterleitet. Als Wartezone entsteht eine Lounge mit kleiner Kaffeeküche. Dort trifft der Berater den Kunden und führt das Gespräch mit ihm in den neuen Büros – sobald die Farbe darin trocken ist.

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