Nach Zwischenfall vor zwei Jahren

Kommt die Werner Weihnachtsbeleuchtung zurück?

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So sah die Werner Weihnachtsbeleuchtung von 2015 bis 2017 aus, ehe bei Schneefall einige der Beleuchtungsgirlanden zu Boden fielen, weil sie nicht ausreichend befestigt waren. Ob – und wenn, wo – der Lichterschmuck wieder aufgehängt werden kann, steht offenbar noch immer nicht fest.

Werne – Zum Jahresausklang soll einmal mehr eine Weihnachtsbeleuchtung für Atmosphäre in der Werner Innenstadt sorgen. Allerdings: Die 2015 für 72.000 Euro neu angeschaffte Technik kann offenbar erneut nicht angebracht werden – zumindest nicht 1:1.

Zwei Jahre lang hatte die Weihnachtsbeleuchtung anstandslos ihren Dienst verrichtet – bis 2017 bei starkem Schneefall drei der schweren Girlanden herunterfielen. Die alten Befestigungssysteme hatten dem erhöhten Gewicht schlicht nicht mehr standgehalten.

Wegen des Zwischenfalls, bei dem es gottlob keine Verletzten gab, ließ das Stadtmarketing die Anbringungen für den weihnachtlichen Straßenschmuck an den teils historischen Häuserfassaden allesamt überprüfen. Weil dies länger dauerte, wurde die Beleuchtung im vergangenen Jahr in eine Art Zwangspause geschickt; als Ersatz dienten leichtere Lichterketten. Doch offenbar ist auch nach zwei Jahren noch immer nicht klar, wie’s nun weitergeht mit dem 2015er-Lichterglanz.

72.000 Euro für nichts?

In der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses hieß es auf CDU-Nachfrage, dass wohl auf Dauer auf die Girlanden verzichtet werden müsse, die mit größeren Leuchtkugeln behangen sind. Philipp Cramer von der Wirtschaftsförderung der Stadt indes meinte gegenüber dem WA, dass die endgültige Entscheidung in der Sache noch ausstehe. Sie werde aber „in Kürze“ getroffen und dann auch mitgeteilt.

Laut Cramer wird aktuell noch „in alle Richtungen“ gedacht. Das schließe nicht aus, dass womöglich an einigen Stellen die neuen Girlanden aufgehängt würden, an anderen aber alternativer Lichtschmuck. Schon im vergangenen Jahr hatte es besondere Gestaltungslösungen gegeben: So schmückten Girlanden die Traversen-Tore des Weihnachtsmarktes.

Als im Planungsausschuss vom vermeintlichen Aus für die Weihnachtsbeleuchtung die Rede war, schüttelten einige Mitglieder die Köpfe. Wohl auch mit Blick auf den stolzen Preis für die von einem österreichischen Unternehmen kreierte Illumination: Die Hälfte der 72.000 Euro waren damals Fördermittel des Landes, die andere Hälfte Sponsorengelder.

Blumen machen Freude bis zur Kirmes

Mehr Freude als die Weihnachtsbeleuchtung machen zurzeit noch die vielen Blumenampeln an innerstädtischen Laternen, die im Mai im Rahmen der Aktion „Werne blüht auf“ aufgehängt worden waren. Laut Quartiersmanager Wolfgang Bille erlebten die Pflanzen jüngst sogar einen „zweiten Frühling“ und blühten erneut stark auf. Zu Sim-Jü Ende Oktober würden die Töpfe aber wieder beseitigt. „Sie sind Fahrgeschäften und Schaustellerwagen im Weg.“

Nach der Premiere von „Werne blüht auf“ 2018 hatte die Stadtmarketing GmbH diesmal einen anderen Dienstleister mit dem Aufhängen der Ampeln beauftragt – und auch mit dem könne man zufrieden sein, meint Bille. 2020 werde man erneut mehrere Anbieter zu Angeboten auffordern.

Mit den Blumenampeln verschwinden auch die Blumenkübel vor dem Salinenparc. Sie kommen nach Sim-Jü aber mit Winterbepflanzung zurück. Ihr Zweck besteht bekanntlich auch darin, unberechtigtes Parken zu verhindern.

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