Schlägereien am Rosenmontag: Polizei nimmt acht junge Männer in Gewahrsam

Werne - Am Abend des Rosenmontags kam es unter den Feiernden in der Werner Innenstadt zu mehreren handgreiflichen Auseinandersetzungen und Schlägereien. Dabei nahm die Polizei insgesamt acht junge Männer vorläufig in Gewahrsam.

Laut Behördensprecherin Vera Howanietz standen alle Festgenommenen unter Alkoholeinfluss. Der jüngste, ein 16-Jähriger, sei später von den Eltern abgeholt worden, alle anderen im Alter zwischen 18 und 21 hätten bis zum Dienstagmorgen wieder entlassen werden können. Es seien Anzeigen unter anderem wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und versuchte Gefangenenbefreiung geschrieben worden.

Bei den Schlägereien sind laut Howanietz drei Personen verletzt worden; sie seien zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden. Auch ein Polizeibeamter habe sich Verletzungen zugezogen, aber keine, die zur Dienstunfähigkeit geführt hätten.

Der Rosenmontagszug am Nachmittag verlief friedlich. Die Auseinandersetzungen am Abend führt Howanietz auf den gestiegenen Alkoholkonsum der Feiernden zurück. Auf dem Marktplatz und auch an anderen Stellen in der Innenstadt seien dann Fäuste geflogen. „Zum Teil wurden die Jugendlichen mit einem Platzverweis belegt, zogen dann weiter und machten an anderer Stelle Ärger“, erläutert Howanietz.

Weil die Situation unübersichtlich zu werden drohte, forderte die Polizei gegen 20 Uhr einen Zug einer Hundertschaft an. Die rund 30 Polizisten, die die 30 bereits im Einsatz befindlichen Kollegen unterstützten, konnten gegen 22 Uhr wieder abrücken. Howanietz: „Als die acht jungen Männer in Gewahrsam waren, hatte sich die Lage schnell beruhigt.“

Wegen der Handgreiflichkeiten hatte das Ordnungsamt der Stadt die Party auf dem Marktplatz früher als geplant beendet.

Die acht jungen Männer kommen aus Werne, Bergkamen und Selm. Sieben sind Deutsche, einer ist Rumäne.

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