Nach nächtlichen Treffen

Müll, Scherben und Graffiti in der Tiefgarage am Roggenmarkt

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Sprühkunst an der Garagenwand: Nicht jedermanns Geschmack, aber im Gegensatz zu Glasscherben keine Gefahr.

Werne - Über diese Bescherung hat sich über die vergangenen Feiertage niemand so recht gefreut: In der Tiefgarage zeugten am Tag nach Neujahr Scherben, Müll, Graffiti und reichlich Parkzettelkonfetti von mindestens einer Party in der Anlage am Roggenmarkt, die sich so nach Möglichkeit nicht wiederholen soll.

Dazu werden von der Stadt Werne jetzt die Kontrollen verstärkt. „Der Sicherheitsdienst ist informiert und wird die Tiefgarage intensiver überwachen“, berichtete der Leiter des Kommunalbetriebs Werne (KBW), Frank Adamietz, auf Anfrage der Redaktion. „Wir haben auch mit der Polizei Kontakt aufgenommen, damit die Streifen das Geschehen dort besser im Auge behalten.“ 

Denn am ersten Arbeitstag des neuen Jahres waren gleich eine ganze Reihe von Beschwerden über reichlich Unrat in der Tiefgarage eingegangen, insbesondere wegen der Scherben von zerschlagenen Glasflaschen und der Gefahr von platten Reifen. Der Bauhof musste ran und aufkehren, was von den mutmaßlich nächtlichen Treffen liegen geblieben war. 

Unter anderem der gesamte Papiervorrat aus dem Ticketautomaten. Die ungebeten Gäste hatten mit der „Brötchentaste“ solange kostenlose Kurzzeitcoupons gezogen, bis kein Papier mehr da war. Mit Besen und Schaufel ist dagegen an der neuen Wandkunst in der Anlage nichts auszurichten. An fast jeder Wand des vorderen öffentlichen Teils der Garage wurden mit der Farbspraydose Schriftzüge gesprüht. 

Ab 24 Uhr soll die Tiefgarage eigentlich nicht mehr zugänglich sein

Allerdings ist eine Sanierung an dieser Stelle auch aus technischen Gründen angezeigt. An einer Stelle neben dem Automaten ist brüchiger Beton abgeplatzt, weil Wasser eindringt und die Moniereisen im Beton rosten. Der private Teil der Stellplätze ist am Abend schon mit einem Rollgitter abgesperrt, ab 24 Uhr sollte auch der städtische Teil nicht mehr frei zugänglich sein. Doch bevor sich das Rolltor in der Zufahrt senkt, sorgen Unbekannte auf verschiedene Weise immer wieder dafür, dass die anderen, von außen eigentlich nicht mehr zu öffnenden Türen gar nicht erst ins Schloss fallen, um sich des nachts weiter Zugang zu verschaffen. 

Das soll nun durch den privaten Wachdienst, der von der Stadt Werne ohnehin zum Schutz vor Vandalismus in der Innenstadt eingesetzt wird, möglichst unterbunden werden, wie auch durch mehr Kontrollen der Polizei. Auch das Streetwork, also die aufsuchende Sozialarbeit auf der Straße, ist eingeschaltet. Das ist für alle Beteiligten Routine, derartige Probleme mit der Tiefgarage gibt es in unregelmäßigen Abständen immer wieder – und keine Lösung, wie die Verantwortlichen konstatieren: erreicht werde allenfalls eine Verlagerung der Probleme. 

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