Mordprozess Elsbeth B.: Streit aus Tierliebe

WERNE ▪ Im Prozess um den gewaltsamen Tod von Elsbeth B. (65) haben heute vor dem Dortmunder Schwurgericht Tierärzte das Wort. Sie sollen als Zeugen bekunden, in welchem Zustand sich Hof und Tiere der Getöteten vor ihrer Ermordung im Oktober vergangenen Jahres befanden,

Die Angeklagte soll sich aus Tierliebe vor der Tat immer wieder mit der Witwe angelegt haben. Angeblich hatte die 65-Jährige die Pferde misshandelt und völlig unzureichend ernährt.

Die Leiterin des Veterinäramtes des Kreises Unna beschrieb als Zeugin, dass die Rinder und Pferde seit vielen Jahren immer wieder kontrolliert und beanstandet worden waren. Veterinäramt und andere Behörden hatten den Hof der alleinstehenden Elsbeth B. besichtigt und Unterstützung gegeben. Auch habe man strenge Auflagen gestellt, die sie befolgt habe. Zuletzt sei der Zustand des Hofes besser geworden.

Nach dem Verkauf der Rinder seien sieben Pferde verblieben. Diese habe sie zuletzt am 16. Juli besichtigt und sei mit dem Pflegezustand zufrieden gewesen. Zwei im Gerichtssaal gezeigte Videos, aufgenommen vom Handy eines Hofbesuchers im März 2010, zeigen, so die Einschätzung der Tiermedizinerin, „ungepflegte und nur mäßig ernährte Pferde“.

Am Nachmittag soll ein Tierarzt vernommen werden, der den Zustand der Pferde nach dem Tod von Elsbeth B. begutachtet hat. ▪ mw

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