Sperrung auf der Bahnstrecke Dortmund-Münster

Schienenersatzverkehr: Erster Tag verlief weitgehend problemlos

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[Update Montag] Werne/Ascheberg - Der Schienenersatzverkehr wegen der Streckensperrung zwischen Lünen und Davensberg ist gestartet. Für den Großteil der Pendler lief der erste Tag problemlos. Einige wenige Fahrgäste hatten allerdings in Werne die Hinweise vor und innerhalb des Bahnhofsgebäudes offenbar übersehen – und warteten zur Mittagszeit vergeblich am Gleis auf die Abfahrt eines Zuges.

Das Chaos eines überfüllten Busses, das Pendlerin Manuela Heckmann befürchtet hatte, blieb für sie aus. Sie wartete am Bahnhof in Werne auf den Bus gegen 8.30 Uhr Richtung Münster – und war zunächst ziemlich allein auf weiter Flur. „Ich war extra früh hier, weil ich am Sonntag am Automaten kein Ticket bekommen habe“, erklärte sie. Das bekam sie schließlich beim Busfahrer, der ebenfalls auf seinen Einsatz wartete.

Trotzdem ist das Ticket ein Ärgernis: Normalerweise fährt Heckmann mit dem Zug um 9.05 Uhr, um pünktlich auf der Arbeit in Münster zu sein. „Da kann ich das Neun-Uhr-Ticket nutzen.“ Das sei deutlich billiger, als die Monatskarte, die sie für eine Fahrtzeit vor 9 Uhr erstehen müsse. Die frühere Abfahrt sei aber notwendig, um rechtzeitig am Arbeitsplatz zu sein. „Ich werde etwa zwei Stunden länger unterwegs sein pro Tag.“

"Jetzt fahre ich eben Bus"

Einer der weiteren wenigen Wartenden am Bahnhof war Hassan, der mit einem Kollegen Richtung Dortmund zur Arbeit fuhr. Er sieht die Situation entspannt. „Mit dem Zug fahren, ist besser als mit dem Auto nach Dortmund zu fahren. Jetzt fahre ich eben Bus“, sagte er.

Ingeborg Lunemann kam am späteren Mittag schon wieder in Werne an.„Es hat alles problemlos geklappt", lautete ihr Fazit. Sie war am frühen Morgen von Werne mit einem Zwischenstopp in Lünen nach Dortmund gereist.  

Kamil Uslucuk aus Ascheberg hat ebenfalls gute Erfahrungen gemacht. „Ich bin von der Nachtschicht gekommen, somit hat mein Zug in Davensberg geendet. Das allerdings war kein Problem, der Bus stand schon dort und mit ihm ging es dann weiter nach Ascheberg.“

Kundenbetreuer an den Bahnhöfen und Live-Fahrgastkommunikation

Am Montag sind rund 15 Mitarbeiter von Keolis Deutschland zusätzlich entlang der Linie RB 50 im Einsatz. „Zum einen stehen Kundenbetreuer an den verschiedenen Bahnsteigen und -höfen unseren Fahrgästen für Fragen rund um den Schienenersatzverkehr zur Verfügung und zum anderen nehmen Kollegen aus den Bereichen Fahrgastinformation und Marketing zusätzlich alle Infos zur Live-Fahrgastkommunikation vor Ort auf", so eine Bahnsprecherin.

Streik der EVG betrifft Ersatzverkehr nicht

„Wir haben Busse angemietet. Die Busfahrer sind nicht Teil der EVG“, so die Sprecherin auf Anfrage der Redaktion. Sie betonte allerdings, dass es zu Auswirkungen auf der Eurobahn-Linie RB50 zwischen Dortmund und Lünen sowie zwischen Davensberg und Münster kommen könnte, beispielsweise durch verringertes Platzangebot in den Zügen

Der Schienenersatzverkehr in Werne läuft. Die Busse der VKU fahren ebenso nach Fahrplan.

Bekanntlich wird die Strecke für Reparaturarbeiten am Bahndamm nur auf einem Teilstück bei Werne und Ascheberg gesperrt. Die Züge sollen ab Lünen in Richtung Dortmund und ab Davensberg in Richtung Münster normal fahren. Am Freitag habe nach Angaben der Unternehmenssprecherin ein Mitarbeiter ein letztes Mal die Bushaltestellen für den SEV geprüft. Drei Buslinien fahren Werne und Ascheberg an. 

Diese Buslinien fahren

  • Linie A fährt von Lünen Hauptbahnhof bis Davensberg Bahnhof über diese Haltestellen: Lünen Hauptbahnhof, Werne Stadthaus, Werne Bahnhof, Capelle Dorf, Capelle Bahnhof, Ascheberg Bahnhofsweg, Ascheberg Altenwohnheim, Davensberg Bahnhof. 
  • Linie B fährt als Schnellbus von Werne Bahnhof über Werne Stadthaus nach Davensberg Bahnhof. 
  • Linie C fährt von Davensberg Bahnhof bis Selm Bahnhof über die Stationen: Davensberg Bahnhof, Ascheberg Altenwohnheim, Ascheberg Bahnhofsweg, Nordkirchen Rathaus, Selm Bahnhof (dort mit Anschluss an die RB51 nach Lünen/Dortmund).

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