Verstorbener war auch Pfarrer in Nordkirchen

Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Kaplan von St. Konrad in Werne

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Werne - Beim Bistum Münster sind nach eigener Darstellung anonyme Missbrauchsvorwürfe eingegangen. Das Bistum bittet nun Betroffene, sich zu melden.

Die Missbrauchsvorwürfe betreffen einen verstorbenen Priester, der von 1961 bis 1964 Kaplan in St. Konrad in Werne war und von 1973 bis 1984 Pfarrer in Nordkirchen (St. Mauritius).

Der Name des Geistlichen wird nicht vollständig genannt und mit A. abgekürzt. Das Bistum Münster bittet mögliche Betroffene, sich zu melden.

Die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs werden laut Bistum in gleichlautenden anonymen Briefen erhoben, die an drei Pfarreien in Issum-Sevelen, Kevelaer-Winnekendonk und Kranenburg-Frasselt versandt wurden. Unter anderem an diesen Orten sei der Priester eingesetzt worden. 

Betroffene sollen sich bereits gemeldet haben

Den Schreiben waren demnach Fotos beigefügt, die zeigen, dass am Grab des Priesters Hinweisblätter auf den Missbrauch angebracht wurden. „Weder zu seinen Lebzeiten gab es Hinweise, noch ergeben sich solche aus seiner Personalakte, auf einen sexuellen Missbrauch“, heißt es beim Bistum. Gleichwohl hätten sich bereits Betroffene gemeldet. 

Der betreffende Pfarrer wurde 1961 zum Priester geweiht und trat 1993 in den Ruhestand. Zu seinen Stationen gehörten auch Liebfrauen in Emmerich (1964-1967), St. Antonius in Sevelen (1968-1973), St. Urbanus in Winnekendon (1984-1988) und St. Antonius in Frasselt (1988-1993). Von 1967 bis 68 war er Militärpfarrer in Altahlen.

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