Mehr Saft für Wohnmobile am Solebad-Parkplatz

Jochen Höinghaus (l.) und Rolf Strohmenger mit der neuen Stromsäule am Parkplatz am Hagen, die seit vergangener Woche in Betrieb ist. ▪ Foto Hillebrand

WERNE ▪ Sie ist das verfrühte Geburtstagsgeschenk zum 25. des Verkehrsvereins, seit einigen Tagen hängen schon die ersten Wagen an ihr – die zweite Stromsäule für die Wohnmobilisten am Hagen ist seit Mitte der vergangenen Woche in Betrieb.

Ein Umstand, der sowohl Jochen Höinghaus vom Stadtmarketing als auch Rolf Strohmenger, Vorsitzender des Verkehrsvereins, freut. Seit der Einrichtung der ersten vier Stellplätze vor knapp zehn Jahren ist das Angebot aufgrund des zunehmenden Bedarfs stetig gewachsen. Allein die Zahl der Stromanschlüsse war weiterhin auf sechs begrenzt. „Nun sind sechs weitere dazu gekommen“, sagt Strohmenger. Pro Stellplatz gibt es damit jetzt einen Anschluss.

Die Kosten von rund 3 500 Euro haben sich Stadt und Verkehrsverein geteilt. Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Vereins hatte Strohmenger angekündigt, sich finanziell an der Anschaffung der seit langem gewünschten zweiten Stromsäule zu beteiligen. Das ließ sich die Stadt nicht zwei Mal sagen, gab ihren Teil dazu und beauftragte den Bauhof mit der Installation der Säule.

Eine Kilowattstunde kostet 50 Cent. Für ein bis zwei Euro pro Tag hat ein Wohnmobil dann ausreichend Saft für Kühlschrank und Fernseher. Der Erlös geht an die Stadt Werne. Weit mehr könnte sie jedoch erzielen, wenn es nach den Vorstellungen von Strohmenger gehen würde. „Liebend gerne“ würde er von den Gästen fünf bis sieben Euro pro Nacht kassieren. Wegen Sim-Jü und Schützenfest dürfe der Wohnmobil-Teil zwar nicht komplett abgesperrt werden, durch Parkschein-Automaten und Poller sei eine Abtrennung aber durchaus möglich. Grundsätzlich sollte darüber nachgedacht werden, den Platz zu bewirtschaften.

Doch auch ohne Standgebühr sind Wohnmobilisten ein nicht zu verachtender Geldbringer. „Statistiken sagen, dass pro Tag und Wohnmobil 109 Euro in der Stadt ausgegeben werden“, so Höinghaus. In Werne seien es 2000 Fahrzeuge im Jahr. ▪ oel

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