Maik Mixdorf vermarktet Betriebssystem

WERNE ▪ Knapp zwei Monate ist es her, dass der Lünener Maik Mixdorf ein neues revolutionäres Betriebssystem namens „Chairs“ im proppenvollen Forum des Freiherr-vom-Stein-Berufskollegs vorstellte (WA berichtete). Mittlerweile heißt das Produkt des 18-jährigen Schülers „UniOS“ und hat die Aufmerksamkeit von zwei Konzernen auf sich gezogen.

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Die Namensänderung erfolgte aus Marketing-Gründen, erklärt der junge Mann, der nach dem Berufsgrundschuljahr am Werner Berufskolleg nächstes Schuljahr dort die Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten beginnt. „Uni“ steht für universell, „OS“ für Operating System. „Der Name passt besser zum Produkt“, erklärt Maik Mixdorf, der am Berufskolleg eine Gruppe von 13 Mitstreitern um sich schart.

Schließlich sei das System nicht weniger als ein „universelles Betriebssystem“, das die Nutzung von Mac, Windows und Linux gleichzeitig ermöglicht. „UniOS kann alles, was Mac kann, nur günstiger. Und all das, was Windows kann, nur besser“, lautet die selbstbewusste Kampfansage des „westfälischen Bill Gates“ an die große Konkurrenz namens Mac, Windows sowie Linux. 28 Euro soll UniOS kosten. Im Vergleich dazu koste ein Mac-System um die 280 Euro.

Neben dem medialen Interesse von Zeitungen, Fachmagazinen und dem Fernsehen – „erst letzte Woche hat RTL über uns berichtet“, das Maik Mixdorf & Co. entgegenschlägt, ist auch die Industrie hellhörig geworden. „Es gibt Gespräche mit zwei internationalen Vertrieben“, sagt Maik Mixdorf. So lange die Verhandlungen laufen, will der junge Mann nicht mehr preisgeben. „Die Zukunft hängt ganz vom Interesse der Industrie ab“, orakelt der 18-Jährige, der das Betriebssystem mit Argusaugen schützt, „nichts darf ins Internet geraten.“

Während Maik Mixdorf davon träumt einmal Bill Gates die Hand zu schütteln und ankündigt „Ich werde nicht mehr von der Bildfläche verschwinden“, geht es in den Computer-Foren im Internet heiß her. Unkenrufe und Begeisterung wechseln sich ab. Die Essenz daraus: Entweder UniOS ist eine geniale eierlegende Wollmilchsau oder heiße Luft!

Die Diskussionen im World-Wide-Web nimmt Maik Mixdorf sportlich. „Dass man mit einem solchen Projekt für Wirbel sorgt, war mir klar. Ich beobachte die Reaktionen und versuche darauf zu antworten.“ Dies tut er unter anderem im sozialen Netzwerk „Facebook“. Unter facebook.de/bs.uni.os können Interessenten dort mit Maik Mixdorf und der Gruppe in Kontakt treten. Eine Web-Präsenz ist in Arbeit.

Interaktion mit potentiellen, zukünftigen Nutzern ist Maik Mixdorf enorm wichtig. Noch in den Sommerferien soll eine Testversion online stellen. „Aufgrund der Anregungen der User sollen dann die letzten fünf Prozent des Betriebssystems ausgearbeitet werden.“ Bis es soweit ist, wird weiter spekuliert. ▪ sh

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