Am Pförtnerhaus überrollt

Lkw-Fahrer (72) stirbt vor Amazon unter Lastwagen

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Der Unfallort vor der Einfahrt zum Logistikzentrum. Für das Opfer kam jede Hilfe zu spät.

[Update 12.30 Uhr] Werne - Der intensive Lkw-Verkehr um das Amazon-Logistikzentrum im Wahrbrink hat am Freitagmorgen einen Fahrer das Leben gekostet.

Inzwischen hat auch die Polizei Angaben zur dem Unglück gemacht. Danach handelt es sich bei den Toten um einen 72-jährigen Mann aus Gelsenkirchen, der noch den Beruf des Fernfahrers ausübte. Er war gegen 6.15 Uhr zu Fuß auf dem Weg zur Anmeldung im Pförtnerhaus am Logistikzentrum, als ein 28-jähriger Kollege aus Bochum vor der Schranke am Pförtnerhaus anfuhr, um auf das Betriebsgelände von Amazon zu gelangen. Weder der 72-Jährige noch der Kollege am Steuer bemerkten, welches Unglück sich da anbahnte. Umstehende hätten den Verunglückten durch Rufe noch warnen wollen, sie hätte das Unglück aber nicht mehr verhindern können, hieß es.

Opfer unter Lkw eingeklemmt

Der Mann wurde unter dem Fahrzeug eingeklemmt und war mutmaßlich auf der Stelle tot. Die Feuerwehr verschaffte dem Notfallmediziner mit einer Crash-Rettung Zugang zu dem Opfer, wie Stadtbrandinspektor Thomas Temmann berichtete. Die Einsatzkräfte hätten das Fahrzeug über die Luftfederung anheben und behutsam zurücksetzen können. Trotzdem sei für den Mann jede Hilfe zu spät gekommen.

Eine Sprecherin von Amazon zeigte sich bestürzt über den Vorfall. Es sei veranlasst worden, dass sich ein Seelsorger um die weiteren Beteiligten kümmere. Das Unternehmen lege aber Wert auf die Feststellung, dass es keinen ursächlichen Zusammenhang mit dem gerade kritisch diskutierten Ausnahmezustand auf den Straßen im Gewerbegebiet durch die Lkw-Kolonnen im Amazon-Weihnachtsgeschäft gebe. „Wir bedauern den Unfall sehr“, sagte Antje Kurz-Möller. „Aber hier geht es um normale Betriebsabläufe, wie sie auch im Sommer stattfinden.“

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