Letzte "Werne up'n Patt"-Ausstellung: Ein Projekt mit Höhen und Tiefen

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Heinrich Brückmann, hier mit seiner Frau Dorothee, hat beim „Werne up’n Patt“-Projekt „Mobil.45“ mitgemacht und der Ausstellung ein Foto beigesteuert.

Werne – Das zwei Jahre währende Museumsprojekt „Werne up’n Patt“ geht zu Ende. Seit Freitag fasst die Abschluss-Ausstellung „Ready for take-off“ die Aktionen der letzten Zeit im Erdgeschoss des Karl-Pollender-Stadtmuseums zusammen.

Der Internationale Museumstag am Sonntag lud Bürger ein, sich über die Ergebnisse der Projektreihe zu informieren – und damit auch über die Zukunft des Museums. Seit Dr. Constanze Döhrer 2016 die Leitung des Stadtmuseums übernahm, stehen die Zeichen auf „Ausprobieren“: Um das Museum fit für die Zukunft zu machen, will sie ausloten, was den Leuten gefällt – und was nicht. 

Mit ihr kam etwa die Beteiligung des Museums am Internationalen Museumstag. Der war wieder am Sonntag, und wieder machte Werne mit. Im Programm: ein „Instawalk“, bei dem die Besucher angehalten waren, ihre schönsten Schnappschüsse vom Museumsrundgang auf der Social-Media-Plattform Instagram zu veröffentlichen. 

Wenige Besucher am Museumstag

Zu gewinnen gab es dafür eine Familienkarte für das neu eröffnete Solebad. Kinder konnten überdies, wie schon beim Museumsfest 2018, Papphocker bemalen. Zu essen gab es hausgemachte Waffeln, als Sitzgelegenheit bot sich die provisorische Terrasse am alten Museumseingang an. Die bleibt mindestens bis Ende Juni, also so lange wie die „Werne up’n Patt“-Ausstellung – wenn das Konzept gut ankommt, vielleicht sogar dauerhafter. 

Informierten über die letzte Ausstellung von „Werne up’n Patt“: Projektleiterin Dr. Katharina Hülscher (rechts) und Dr. Constanze Döhrer, Leitung des Stadtmuseums.

Was die Besucher betraf, lief der Museumstag schleppend an: Nach anderthalb Stunden hatten sich erst neun Erwachsene und fünf Kinder eingefunden. Besser ging das vor einem Jahr. Da gab es im Rahmen von „Werne up’n Patt“ eine neun Meter breite Karte der Lippe zu bestaunen. 

Ebensolche Höhen und Tiefen hielt auch das „Werne up’n Patt“-Projekt für Döhrer und die Projektleiterin Dr. Katharina Hülscher bereit: Während bei manchen Aktionen viele Bürger mitwirkten, gingen andere eher enttäuschend aus. 

Museum zu einem „zweiten Wohnzimmer für alle“ machen 

Das oben erwähnte Museumsfest zählt zur letzten Kategorie, denn im Verhältnis zum Aufwand waren viel zu wenig Leute da. „Das wiederholen wir in der Form nicht“, sagt Döhrer, „für uns sind eher die kleinen, feinen Formate etwas.“ 

Haben sich die letzten zwei Jahre, der Aufwand und das Geld dann überhaupt gelohnt? Ein klares Ja von Döhrer, denn: „Wir wissen jetzt viel konkreter, was klappt und was nicht.“ 

Aktionen mit direkter Bürgerbeteiligung und Freizeitwert etwa kommen gut an. Das deckt sich mit Döhrers Wunsch, das Museum zu einem „zweiten Wohnzimmer für alle“ zu machen. 

Die Devise für die Zukunft lautet: Erfolgreiches und Bewährtes (etwa das Kinderprogramm) beibehalten, dabei hin und wieder Neues ausprobieren. Ein weiterer Pluspunkt: Über „Werne up’n Patt“ hat das Museum viele neue Partner gewonnen, arbeitet jetzt etwa mit der Landesinitiative StadtBauKultur NRW zusammen, mit der Freilichtbühne, dem Kino und dem Berufskolleg und tauscht sich auch mit Museen und Galerien aus Lünen, Bergkamen, Kamen, Unna und Hamm aus.

Werne Up'n Patt

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