Corona

Lernlücken durch Pandemie: UWW in Werne fordert zum Handeln auf

Die Corona-Pandemie hat bei vielen Schülern dazu geführt, dass „Lernlücken“ entstanden sind.
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Die Corona-Pandemie hat bei vielen Schülern dazu geführt, dass „Lernlücken“ entstanden sind.

Wie groß sind die Lernlücken, die die Corona-Pandemie bei den Werner Schülern hinterlassen hat? Das möchte die UWW wissen - und liefert einen Vorschlag zur Lösung des Problems.

Homeschooling, schlechte Technik, frustrierte Lehrer, Schüler und Eltern - die Pandemie hat nicht nur Probleme offenbart, was die technische Ausstattung der Schulen betrifft. Sie hat auch dazu geführt, dass „Lernlücken“ bei den Schülern entstanden sind. Darauf weist die Unabhängige Wählergemeinschaft Werne hin - und will in der kommenden Sitzung des Schul- und Sportausschusses am 1. Juni einen Antrag zu Abstimmung stellen, in dem sie die Stadt zum Handeln auffordert.

Konkret will die UWW den Bürgermeister damit beauftragen, „in Absprache mit den Schulleitungen den Bedarf für pandemiebedingte Lernlücken zu ermitteln und diese unter anderem durch außerschulische Maßnahmen und Ferienprogramme zu schließen“. Um Letzteres zu erreichen, verweist die Wählergemeinschaft auf Fördermittel vom Land.

Fördergelder für Projekte gibt‘s vom Land NRW

Das Schulministerium hatte Anfang März Förderrichtlinien für die „Extra-Zeit zum Lernen in NRW“ veröffentlicht. Dabei sollen durch außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote „die individuellen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Schülerinnen und Schüler gezielt ausgeglichen werden“, heißt es vonseiten des Ministeriums.

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt dafür insgesamt 36 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden sowohl Gruppenangebote als auch individuelle Bildungs- und Betreuungsangebote im häuslichen Umfeld als Einzelmaßnahme für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und intensivpädagogischem Förderbedarf.

Grundsätzlich sollen die Angebote in Präsenz durchgeführt werden. Sollte dies angesichts des Infektionsgeschehens vor Ort phasenweise nicht möglich sein, ist auch eine Förderung von Distanzlernangeboten möglich - sofern die Anbieter „geeignete Konzepte“ vorlegen. Die Laufzeit der Richtlinien ist bis zum Ende der Sommerferien 2022 vorgesehen.

Aktuell befinden sich die Schulen in Werne erneut im Distanzunterricht - bedingt durch die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Unna. Der Wert liegt schon seit mehr als zwei Wochen deutlich über 165. Die Bundes-Notbremse sieht vor, dass eine Rückkehr in den Wechselunterricht erst wieder möglich ist, sobald die Inzidenz „stabil“ - das heißt an fünf aufeinanderfolgenden Tagen - unter 165 liegt.

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