Pfarrer Hartmut Marks hat seinen ersten Kurzkrimi geschrieben

Ein Notfallseelsorger hilft der Polizei bei der Mördersuche

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Hartmut Marks hat seinen ersten Kurzkrimi geschrieben. 

Werne – Hartmut Marks bezeichnet sich selbst als „Aktivist in der dritten Lebensphase“. Der Theologe und Notfallseelsorger hat das Krimifestival „Blutige Lippe“ ins Leben gerufen. Jetzt hat der 66-Jährige ein weiteres Kapitel seines Lebens aufgeschlagen und seinen ersten Kurzkrimi verfasst.

Bei seinem Debütkrimi mit dem Titel „Manni“, der im neuen und dritten Band der Krimireihe „Blutige Lippe“ zu finden ist, geht es um den Notfallseelsorger Jens Olsen. „Da habe ich so ein bisschen meine eigenen Erfahrungen eingebracht“, gibt der Neu-Autor zu.

Im Krimi bekommt die fiktive Figur zu nachtschlafender Zeit einen Anruf, da eine männliche Leiche gefunden worden ist und am Tatort der Beistand des Notfallseelsorgers nötig ist. Olsen kommt zum Einsatzort und erkennt das Opfer – kann sich aber nicht mehr erinnern woher. „Er ist ein Fachmann im Erkennen von Gesichtern – aber bei Namen ist er der größte Flop“, beschreibt Marks die Hauptfigur der Geschichte. Denn als der Seelsorger erfährt, dass der getötete Mann Manni Brauckmann heißt, hilft ihm das zunächst nicht weiter. 

Notfallseelsorger mit kriminalistischem Gespür

Ob Olsen dennoch etwas zur Klärung der Situation und des Mordes beisteuern kann, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Parallelen zum echten Leben hat die Hauptfigur nicht nur wegen der Tätigkeit als Notfallseelsorger. „Er ist wie ich auch ein leidenschaftlicher Pfeifenraucher“, sagt Marks. Auch bei den weiteren handelnden Personen gibt es Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen. Denn den Doppelkopffreund und Hauptkommissar Paul Blätgen gibt es tatsächlich, allerdings ist dieser im realen Leben nicht als Gesetzeshüter tätig, sondern hat viele Jahre lang als Pfarrer in Hamm gearbeitet. 

Geschrieben hat Marks, der unter anderem als Dozent für Notfallseelsorge und Polizeiseelsorger im Märkischen Kreis sowie als Reiseleiter für die Auslandsgesellschaft tätig ist, den Roman vor gut vier Monaten. „Gereizt hat es mich schon immer, aber es hat einfach lange die Zeit dazu gefehlt. Eine solche Geschichte zu schreiben, ist gar nicht so einfach, so habe ich viel hin- und herüberlegt, dann wieder Sachen gestrichen und neu angefangen, denn das Ganze sollte ja schon ein gewisses Niveau haben“, sagt der Autor über seine erste Arbeit im Krimi-Genre. 

Besondere Lesungen in Münster und Werne

Am 9. November stellt Marks sein erstes Werk im Heidekrug, Coermühle 100, in Münster vor. Für den 28. Februar 2020 ist ein Heimspiel vorgesehen. Dann wird der Theologe den Krimi im Hotel Restaurant Baumhove unter dem Motto „Mord in drei Gängen“ vorstellen. Dann ist auch Magnus See dabei, der ebenfalls seine Geschichte aus dem aktuellen Band „Blutige Lippe“ präsentiert.

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