Krankenhäuser Werne und Lünen stärken Wir-Gefühl

Annette Stolze sprach an der Seite von Geschäftsführer Axel Weinand über ihre Erfahrungen bei der Fusion. ▪
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Annette Stolze sprach an der Seite von Geschäftsführer Axel Weinand über ihre Erfahrungen bei der Fusion. ▪

WERNE/LÜNEN ▪ „Ich denke von beiden Krankenhäusern nur noch als Wir“, verkündete Annette Stolze am Freitag beim Neujahrsempfang des St.-Marien-Hospitals Lünen und des St. Christophorus-Krankenhauses Werne, im Mitarbeiterrestaurant der Lünener Einrichtung. Die Leiterin der Zentralsterilisation war eine der ersten, die nach Zusammenführung beider Häuser unter dem gemeinsamen Verbund Rochus GmbH den Standort wechselte.

Sie ging von Werne nach Lünen und leitet von dort aus ihre Abteilung. Axel Weinand, der Lünener Geschäftsführer des Krankenhausverbunds Rochus, nannte Annette Stolze als Beispiel für eine gelungene Integration beider Krankenhäuser.

Leider sei ein Wir-Gefühl noch nicht bei allen Mitarbeitern beider Häuser vorhanden, wie Weinand in seinem Jahrsrückblick feststellte. „Die Mitarbeiter beider Krankenhäuser identifizieren sich in hohem Maße mit den jeweiligen Kliniken“, so Weinand. Das sei eine Stärke, aber auch eine Schwäche. Jede Konzentration von Abteilungen an einem der beiden Standorte würde von beiden Seiten mit Misstrauen beobachtet. „Die Ängste kommen zwar von wenigen, aber sie sind da und können die Gesamtstimmung belasten“, mahnte Weinand. Er forderte von den Führungsleuten und Mitarbeitervertretern, das Positive im Prozess des Zusammenwachsens deutlicher herauszustellen. „Sagen Sie Ihren Mitarbeitern, dass wir an beiden Krankenhäusern viel erreicht haben und stolz auf uns sein können.“

Was an beiden Häusern im letzten Jahr erreicht wurde, führten Weinand und der ärztliche Direktor von Lünen, Professor Dr. Wolfram Wilhelm, aus. So ist die Orthopädie von Lünen nach Werne verlagert worden. In Lünen waren die Grenzen der Kapazitäten erreicht, in Werne dagegen noch OP-Möglichkeiten und Betten frei. Das St.-Marien-Hospital konnte stattdessen seine Unfallchirurgie weiter ausbauen. Das Werner Krankenhaus sei auf dem besten Weg, sich zu einem überregional renommierten Zentrum für Gelenkersatz zu entwickeln. Ergebnis der Strukturveränderungen: 2010 wurden in beiden Krankenhäusern erstmals über 30 000 Patienten stationär behandelt.

2011 sollen die Zentrallabore am Standort St.-Marien-Hospital zusammengelegt werden. Die zehn Mitarbeiterinnen aus Werne werden nach Lünen wechseln. Eine neue EU-Richtlinie fordert, dass das Essen mit einer Mindesttemperatur von 65 Grad beim Patienten ankommen muss. Das würde an beiden Standorten große Investitionen erfordern. Um diese Kosten zu minimieren, wird auch der Küchenbetrieb zukünftig in Lünen konzentriert. Ein Lkw wird das Essen über Cappenberg nach Werne liefern. Weiter sollen die Abläufe verbessert werden, indem das IT-System an beiden Häusern auf ein einheitliches System umgestellt wird. ▪ asz

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