Konzession vergeben

Stadt Werne wird Miteigentümerin des örtlichen Gasnetzes

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Über Werne Gasnetz GmbH, Tochter der mit Innogy gegründeten Stromnetzgesellschaft, wird die Stadt Werne ab 2020 Miteigentümerin des örtlichen Gasnetzes.

Werne – Die Werne Gasnetz GmbH wird zum 1. Januar 2020 neue Betreiberin des örtlichen Gasnetzes. Der Stadtrat hat dem Unternehmen am Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig den Zuschlag erteilt, wie KBW-Leiter Frank Adamietz bestätigt.

Im Zuge des Vergabeverfahrens hatten drei Firmen Interesse an einer Übernahme der Konzession bekundet; am Ende lag ein einziges finales Angebot vor.

Innogy sitzt mit im Boot

Die Werne Gasnetz GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der gemeinsamen Stromnetzgesellschaft von Stadt Werne und Versorger Innogy, die mit Beginn 2018 gegründet worden war. Die Stadt ist über ihre Stadtwerke GmbH mit 51 Prozent daran beteiligt, Innogy hält 49 Prozent. Mit der Übernahme der Konzession wird die Stadt mehrheitlich Eigentümerin des hiesigen Gasnetzes. Aktuell ist Innogy Konzessionspartner der Stadt.

Im Rahmen der Beteiligung an den Netzgesellschaften habe die Stadt einen Millionenbetrag aufgewendet, erläutert Lena Kreggenfeld von der Kanzlei Wolter/Hoppenberg in Hamm, die die Stadt im Verfahren begleitet. Die genaue Summe werde nicht kommuniziert. Ziel der Stadt Werne sei die Rekommunalisierung des hiesigen Gas- und Stromnetzes.

„Vergleichsweise geringes Risiko“

Das Geschäft selbst sei aus mehreren Gründen mit einem vergleichsweise geringen finanziellen Risiko behaftet. So garantiere die Bundesnetzagentur in dem regulierten Gas- und Stromnetz-Markt eine Verzinsung des Anlagevermögens, die deutlich höher sei als die aktuellen Bankzinsen. Anders als bislang erhalte die öffentliche Hand zudem nicht nur die übliche Konzessionsabgabe, sondern auch 51 Prozent des Gewinns der Netzgesellschaften. Bei einer etwaigen Übernahme durch Dritte in fernerer Zukunft wären überdies Veräußerungsgewinne zu erwarten. 

Die Konzession ist für 20 Jahre erteilt worden, nach zehn Jahren gibt es ein Sonderkündigungsrecht.

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