Einsatzleitung stellt sich neu auf

Konzept für den Ernstfall: Neues Bindeglied bei Großeinsätzen der Feuerwehr

+
Um große Lagen - wie hier beim GWA-Brand in Bönen - besser abarbeiten zu können, wurde die Einsatzleitung der Feuerwehren im Kreis Unna neu aufgestellt.

Die Einsatzleitung der Feuerwehr im Kreis Unna wird bei größeren Schadenslagen auf der Führungsebene neu aufgestellt. Damit reagiert der Kreis auf Erkenntnisse, die beim GWA-Großbrand am 30. Juni 2018 in Bönen gewonnen wurden. Die neuen Führungsstäbe wurden jetzt in Unna vorgestellt.

Werne/Kreis Unna – „Wir wollen das Knowhow bei den Einsätzen zusammenführen, um große Lagen besser abarbeiten zu können“, fasste Constanze Rauert, Pressesprecherin des Kreises Unna, am Donnerstagmorgen bei der Pressekonferenz zusammen. Insbesondere ging es hierbei um die Vorstellung der neuen Führungsstäbe des Kreises. 

Hierzu wird der Kreis buchstäblich in zwei Hälften geteilt. Die Stadt Werne zählt gemeinsam mit den Städten Selm, Bergkamen und Lünen zum Nordkreis. Im Einsatzfall sollen zwölf Führungskräfte dann einen Führungsstab bilden, der den örtlichen Einsatzleiter unterstützen soll. 

Noch einige Fragen zum Großbrand in Bönener GWA-Anlage offen

„So etwas funktioniert nur, wenn alle Feuerwehren mitmachen“, fasste Kreisbrandmeister Thomas Heckmann zusammen. Der Führungsstab soll eine Art Bindeglied zwischen Einsatzleiter, Leitstelle und Krisenstab des Kreises Unna sein. Heckmann betonte, dass das Konzept von allen mitgetragen wird.

30 Führungskräfte werden alarmiert

In allen Feuerwehren hätten sich ausreichend Führungskräfte gefunden. „Mein Dank gilt für diese Zusammenarbeit, die sich letztlich auch für alle auszahlen wird“, so Heckmann weiter. Damit hat der Kreis Unna die Erkenntnisse im Bezug auf den erhöhten Bedarf einer Führungsunterstützung vor Ort aus dem Großbrand in Bönen und aus den Flächenlagen bei den Stürmen wie Frederike aufgegriffen und die Führungsstäbe nun neu aufgestellt. 

Damit auch immer zwölf Führungskräfte vor Ort sein können, werden jedoch jeweils 30 alarmiert. Somit stehen also kreisweit circa 60 Kräfte mit einer speziellen Ausbildung zur Verfügung. „Diese Ausbildung erfolgt im Wesentlichen am Institut der Feuerwehr in Münster“, fügte Heckmann an. 

Kreisbrandmeister Thomas Heckmann stellte am Donnerstagmorgen das neue Konzept zur Einsatzleitung bei größeren Schadenslagen wie Großbränden im Kreis Unna vor.

Neben den jeweiligen Leitern und deren Stellvertretern habe die Feuerwehr weitere Feuerwehrangehörige im Vorfeld benannt, die sowohl per Telefon als auch per Meldeempfänger alarmiert werden können. Aufgabe dieses Führungsstabes ist unter anderem auch, Informationen über das Einsatzgeschehen zu sammeln und für den Einsatzleiter auszuwerten. 

Darüber hinaus erfolgt auch die Organisation des Nachschubs von Kräften und Geräten sowie die Sicherstellung der Versorgung von Einsatzkräften und Betroffenen.

Lesen Sie auch:

Feuerwehr trauert um Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare