Kommunalwahl 2020

Weite Wege zur Stimmabgabe - bei der Wahl in Werne ist 2020 alles anders

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Wahlorganisator Sven Henning zeigt die Liste mit den alten und den neuen Wahllokalen.

Bis zur Kommunalwahl sind es noch zwei Monate. Doch schon jetzt lässt sich sagen: So eine Wahl hat es noch nie gegeben. Und wird es hoffentlich auch nicht wieder geben.

Werne - Die Kommunalwahl NRW findet am Sonntag, 13. September 2020, statt. Gewählt werden Stadt- und Gemeinderäte, Bürgermeister, Landräte und Kreistage. So weit, so normal. Aber ansonsten ist kaum etwas so, wie man es kennt. Stichwort: Corona-Einschränkungen.

Die führen nicht nur dazu, dass es so gut wie keine Wahlkampfauftritte vor größerem Publikum gibt (Donald Trump einmal ausgenommen, aber der tritt ja nicht zur Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen an); dazu, dass sich Fristen geändert haben, etwa für die Bewerber; und dazu, dass sich konkret vor Ort vieles am Wahltag anders gestaltet als üblich.

Etliche bekannte Wahllokale fallen wegen Corona weg​

Denn wegen der Schutzvorschriften fallen etliche bekannte und gewohnte Wahllokale in Werne weg. „Alle Pflegeeinrichtungen beispielsweise, die ansonsten als Wahllokale dienen, haben wir rausnehmen müssen“, sagt Sven Henning, Wahlorganisator der Stadtverwaltung Werne. Auch in Kitas wollte man sicherheitshalber keine Abstimmungsräume installieren. „Bis auf eine Ausnahme, das ist die Kita auf dem Berg, aber da gehen wir in die Turnhalle.“

Von 23 Wahllokalen sind nur 10 geblieben. Der Rest musste in andere Örtlichkeiten ausweichen, die zum Teil weit entfernt sind vom gewohnten Abstimmungs-Ort. So müssen die Wähler, die bislang ihre Stimme in der Kita Kunterbunt an der Berliner Straße abgaben, am 13. September zum Autohaus Bispinghoff im Baaken wechseln.

Stimmzettel-Ausgabe läuft anders ab

Deutlich weitere Wege müssen auch die Wähler in Kauf nehmen, die bislang die Alte Wiehagenschule an der Horster Straße ansteuerten. Ihre Stimmbox findet sich in diesem Jahr im Vereinsheim des Werner Tennisclubs am Grote Dahlweg/An der Wiebecke. 

Wer es bis zu seinem neuen Wahllokal geschafft hat, ist auch dort mit corona-bedingten Änderungen konfrontiert. Die Personal-Überprüfung und Ausgabe der Stimmzettel wird anders ablaufen als bisher, mit weniger Kontakt zu den Wahlhelfern. Statt Standkabinen nutzt Sven Henning leichter zu reinigende Tischkabinen. Die Wähler müssen wohl nicht, sollten aber Mund-Nasen-Schutz im Wahllokal tragen. Ebenso sollten sie eigene Stifte zur Wahl mitbringen.

Wem das alles zu aufwendig ist, dem bleibt eine alternative Stimmabgabe: Briefwahl. Eine Wahlform, die immer beliebter wurde in den vergangenen Jahren und die dieses Mal einen gewaltigen Schub erleben dürfte. Doch auch bei der Briefwahl wird es Änderungen geben. So dürfte vermutlich die persönliche Briefwahl im Stadthaus nicht wie bisher möglich sein. Sven Henning: „Eventuell bieten wir diese Option dann mit einer Terminvereinbarung an.“ - von Jörg Heckenkamp

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