Aktivisten diskutieren

Generationen für den Umweltschutz: Klima-Konferenz in Werne

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Generationen-Treff der Aktivisten: Bei der Klimaveranstaltung im Juwel traf Clemens Overmann (links) auf Aktivisten der Bewegungen „Fridays for Future“ und „Parents for Future“.

Werne - Ob langjähriger Umweltaktivist oder junger Student: Die „Fridays for Future“-Bewegung ist schon lange kein Schülerprojekt mehr. In jugendlichem Ambiente des Café Chaos im Juwel trafen sich engagierte Vertreter zu einer lokalen Klimakonferenz.

„,Fridays for Future’ kann das Zahnrad sein“, sagte am Freitagabend Hannes Bartsch. Vor zehn Jahren hat er unter anderem den Bildungsstreik organisiert, bei dem Schüler aus Protest gegen Bildungsmissstände nicht zur Schule gingen. 

Heute sind es andere Missstände, die Schüler auf die Straße bringen – und Bartsch und drei andere Gäste auf das Podium: den ehemaligen Umweltaktivisten Clemens Overmann und Vertreter der Bewegungen „Fridays for Future“ und „Parents for Future“ in Dortmund. „Wenn man sich mit der Landwirtschaft beschäftigt, merkt man die Klimakrise erst so richtig“, sagt Overmann, der ein Lebensmittelgeschäft in Werne betreibt. 

Dort, wo laut der Politik alles in Ordnung sei, seien das Vogelsterben, Grundwasserprobleme und Pestizide alltäglich. „Die Klimakrise breitet sich auf alle Sektoren aus, es ist inzwischen auch eine soziale Bewegung“, findet Luca Viert, Sprecher von „Fridays for Future“. Gemeinsam diskutierten die vier Gäste mit den Besuchern, inwieweit die Bewegung Zukunft hat und was sie überhaupt für die Menschen bedeutet. „Wir gehen mit unseren Demos vielen auf den Geist, auch den Bürgern. Aber nur so merken sie, dass es auch sie etwas angeht“, sagt Viert. 

Auch das Publikum, das aus älteren Gästen besteht, wirft hin und wieder Fragen ein oder hört gespannt zu. „Was habt ihr denn auf politischer Ebene erreicht?“, fragt eine Besucherin. Die Kommunalwahl sei aufgrund der Bewegungen zur Klimawahl geworden, antworten darauf die Aktivisten. 

„Lange Zeit dachte ich, wir als Bürger können nur wählen und konsumieren. Aber das stimmt nicht, wir können auch demonstrieren“, ist sich Overmann sicher, „und das geht nicht in jedem Land, wir müssen diese Chance nutzen.“

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