Finanzrahmen wird erweitert

Verzug an der Wiehagenschule: Bauprojekt wird teurer

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Über der Eingangsfassade der neuen Wiehagenschule ist noch kein Klinker angebracht. Daher müssten hier die Gerüste noch einmal aufgebaut werden.

Werne – Seit knapp zwei Wochen wissen Eltern, Kinder und Lehrer, dass der erste Schultag in der neuen Wiehagenschule erst nach den Herbstferien stattfinden kann. Dass Verzögerungen beim Bau an der Stockumer Straße mehr Geld kosten, ist seit der Sitzung des Schulausschusses am Donnerstag bekannt.

„150.000 Euro fehlen nach Planbestand“, so KBW-Leiter Frank Adamietz. Um für weitere mögliche Eventualitäten gewappnet zu sein, soll eine Finanzermächtigung von bis zu 200.000 Euro beantragt werden. Diese wird beim Betriebsausschuss für den Kommunalbetrieb am 19. Juni vorgestellt, bevor der Rat darüber abstimmt. 

Mit der „Nachbesserung“ kostet das Bauprojekt etwas mehr als 10 Millionen Euro. „Sonst lägen wir knapp darunter“, sagt Adamietz. 

Kaum noch Handlungsspielraum

Bereits zweimal sind dem Projekt Mittel aus dem Programm „Gute Schule 2020“ gutgeschrieben worden. Da diese Mittel bereits – unter anderem für eine schönere Gestaltung der Außenanlagen – verteilt sind, wird es laut Adamietz einen Deckungsvorschlag innerhalb des Wirtschaftsplans für den Kommunalbetrieb geben – voraussichtlich aus dem Bereich des Gewässerbaus. 

Wiehagenschule: Umzug erst in den Herbstferien

Zum Ende einer Bauphase gebe es kaum noch Handlungsspielräume, stellt der Betriebsleiter zudem klar. „Wir können jetzt aber auch nicht sagen, wir lassen irgendwas weg.“ 

Die Mehrkosten hängen mit dem Verzug der Arbeiten zusammen, über die Adamietz informierte. Während die Außenarbeiten im Zeitplan liegen, läuft im und am Gebäude nicht alles rund. Bekanntlich muss der Estrich noch trocknen. Nicht ideal laufe zudem die Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro.  „Da werden oftmals Details hin- und hergeschoben, anstatt einfach weiterzumachen“. 

Risiko-Posten schon enthalten

Als jüngstes Beispiel führte Adamietz am Freitag auf Nachfrage an, dass ein Fliesenleger, der im Sanitärbereich arbeiten wollte, von einem Mitarbeiter des Architekturbüros gestoppt wurde, weil erst noch geklärt werden müsse, wie das Fugenbild der Wandfliesen sich zu dem der Bodenfliesen verhalte. 

Größter Posten der durch die Verzögerungen entstandenen Kosten fallen für den Gerüstbauer an. 66.000 Euro zusätzlich sind fällig, weil die Gerüste länger als geplant vor Ort waren und zudem noch ein Mal aufgebaut werden müssen, da im Bereich über der Eingangsfassade noch kein Klinker angebracht ist. 

Zudem sei es im Bereich zu einer Massenmehrung gekommen, teilt Adamietz mit. In den 150.000 Euro seien gewisse Risiko-Posten bereits enthalten. Das dennoch 200.000 Euro angefragt werden, habe damit zu tun, dass einige Gewerke aufgrund der Verspätung noch gar nicht mit ihrer Arbeit angefangen haben.

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