Schnelle Hilfe für Familien

Über dieses Dankeschön freuen sich die beiden Kolping-Vorsitzenden Franz Heitbaum (2.v.li.) und Jörg Weber (re.). Die Vertreterinnen der Caritas, (v.li.) Rita Benning-Schüttpelz, Elisabeth Grünewald und Petra Hermes überreichten gemeinsam mit Dieter Schimmel von der Werner Tafel Bilder von Kindern, deren Familien unbürokratisch geholfen wurde. - Foto: Brüggemann

WERNE -  Neue Matratzen für die Kinderbetten, ein Tornister für den Schulstart oder einfach nur ein Weihnachtsgeschenk für die Kinder – wer auf die staatliche Grundsicherung angewiesen ist, kann sich Ausgaben außer der Reihe nicht leisten. Mit Hartz 4 lassen sich halt keine großen Sprünge machen. Seit 2009 helfen die Kolpingsfamilien Werne und Stockum benachteiligten Familien in diesen Notlagen. Unbürokratisch und schnell.

Bis zu 100 Euro steuern die Kolpingsfamilien bei, wenn dringend notwendige Sonderausgaben den finanziellen Rahmen der Familien sprengen. „Eine Anfrage genügt und wir entscheiden ganz schnell, ob wir eine Hilfe gewähren können“, versichert Wernes Kolping-Vorsitzender Jörg Weber. Er stellte das Projekt „Familienhilfe“ gemeinsam mit seinem Stockumer Kollegen Franz Heitbaum in einem Pressegespräch vor. Daran nahmen auch die Vertreterinnen der sozialpädagogischen Familienhilfe der Caritas und Dieter Schimmel von der Werner Tafel teil. Beide Institutionen haben das Kolping-Projekt für ihre Klienten schon häufiger in Anspruch genommen.

In Werne wird der Spendentopf durch das mehrmals jährlich stattfindende Familiencafé im Kolpinggarten gefüttert. Die Verkaufserlöse fließen in das Projekt. Für den Vorsitzenden Jörg Weber schließt sich hier ein Kreis: „Familien erleben bei uns einen unterhaltsamen Nachmittag und tun gleichzeitig etwas für Familien in Not“, sagte er. Die Kolpingfamilie Stockum finanziert ihr Spendenkonto aus den Erlösen der Kleidersammlung.

„Wir haben uns ganz bewusst für eine unbürokratische Hilfe entschieden“, sagte Weber. Lediglich zwei Vorstandsmitglieder müssen sich über die Zuwendung einig sein. Die Kolpingmitglieder geben dabei nicht nur das Geld, sondern kümmern sich auch um die Anschaffung der benötigten Gegenstände. So stellten zwei Kolpingbrüder zum Beispiel zwei nagelneue, dringend benötigte Matratzen für Kinderbetten vor die Haustür. Und Vorsitzender Jörg Weber hat den Wunschzettel von Kindern mitgenommen und Weihnachtspräsente gekauft.

„Wir sind dankbar für dieses unkomplizierte Angebot“, sagte die Leiterin der sozialpädagogisch Familienhilfe der Caritas, Elisabeth Grünewald. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Petra Hermes und Rita Benning-Schüttpelz hat sie schon häufiger Bedürftigen mit der finanziellen Unterstützung der Kolpingsfamilien helfen können. Für die Betroffenen sei besonders positiv, dass sie sich nicht an eine offizielle Stelle wenden müssen, berichtete Rita Benning-Schüttpelz: „Die Hilfe ist sehr persönlich. Das kommt bei den Familien gut an.“

Beide Kolpingvereine verfügen noch über Reserven im Spendentopf, sodass weitere Unterstützung gewährt werden kann. Ansprechpartner sind Jörg Weber für die Kolpingsfamilie Werne, Tel. 78 10 04, oder Franz Heitbaum für die Kolpingsfamilie Stockum, Tel. 53 37 70. -  kb

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