„Zukunft einkaufen – glaubwürdig wirtschaften im Bistum Münster“

Klimaschutz in der Kirche: St. Christophorus will eine ökofaire Gemeinde werden

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Der Ausschuss „Schöpfung bewahren“ in der St. Christophorus Gemeinde hat schon erste Ideen gesammelt. Nächste Woche wollen (von links) Martin Döpker, Nina Böckenbrink, Pia Kemmler, Marianne Schäper-Mürmann, Klaus Niemann und Karin Jankowski mit der restlichen Gemeinde weitere Ideen suchen.

Werne – Ein Zeichen für den Klimaschutz setzen, das hat die Katholische Kirchengemeinde St. Christophorus jetzt in den Blick genommen. Eine ökofaire Gemeinde werden lautet das Ziel. Um das zu erreichen, hat der Pfarreirat im Mai dieses Jahres beschlossen, sich an der Initiative „Zukunft einkaufen – glaubwürdig wirtschaften im Bistum Münster“ zu beteiligen.

Dazu hat sich der Ausschuss „Schöpfung bewahren“ zusammengefunden, der sich mit dem Thema beschäftigen wird. „Der Klimaschutz ist schon lange Thema in der katholischen und evangelischen Kirche“, sagt Pfarreiratsvorsitzende Marianne Schäper-Mürmann, Mitglied des Ausschusses. Jetzt sei es an der Zeit auch zu handeln. 

Das Bistum Münster gibt jeder interessierten Gemeinde Kriterien an die Hand – zum Beispiel Vermeidung von Einwegprodukten und Verwendung von Recyclingpapier. Werden mindestens sechs der Kriterien eingehalten, wird St. Christophorus als ökofaire Gemeinde ausgezeichnet. „Aber das schaffen wir nur, wenn die Gruppen in der Gemeinde mitziehen“, sagt Schäper-Mürmann mit Blick auf zwei Themengottesdienste mit anschließender Präsentation zum Thema in der kommenden Woche. 

Beschaffungssystem umstellen

Gemeinsam mit Vertretern der einzelnen Gruppen und mit Gemeindemitgliedern soll besprochen werden, was die Gemeinde zum Klimaschutz beitragen kann. „Wir wollen in kleinen Schritten das Thema immer wieder auf den Tisch bringen“, skizziert Schäper-Mürmann den Weg zum Ziel. 

Es gelte, das Beschaffungssystem umzustellen: energiesparende Leuchtmittel, Ökostrom, Recyclingpapier, regionale Lebensmittel. Erfüllt die Kirchengemeinde sechs Kriterien, erhält sie das Schild „Ökofaire Gemeinde“ für drei Jahre. 

Bis dahin sei es aber noch ein langer Weg, so Schäper-Mürmann. „Es geht darum, erst einmal anzufangen“, so die Pfarreiratsvorsitzende. Nach dem Auftakt in der nächsten Woche sollen Überlegungen angestellt werden. „Alles ist möglich“, sind sich die Ausschussmitglieder einig.

Die Gottesdienste finden am Samstag, 16. November, um 17 Uhr in St. Sophia und Sonntag, 17. November, um 10 Uhr in Maria Frieden statt.

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