Kleine Mauer soll Radler ausbremsen

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Viele Radler fuhren an dieser Stelle einfach den Erdhügel hinunter. Damit soll jetzt Schluss sein.

Werne - Mit dem Bau einer kleinen Mauer will die Stadt das Problem mit innerstädtischen „Downhillern“ lösen. Seit Jahren ist zu beobachten, dass Radler, wenn sie vom Museumsvorplatz hinunter zum Horne-Center wollen, nicht die Rampe nutzen, sondern rechts neben der Treppe die Anhöhe hinunterrollen.

Das hinterlässt tiefe Spuren im Rasen und ist zudem nicht ungefährlich. Schon vor gut zwei Jahren war die Stadt aktiv geworden und hatte die Hinunterfahrt durch das Aufschichten eines Erdhügels zu verhindern versucht – auch, weil die Abdichtung der darunter liegenden Tiefgarage schon zum Vorschein gekommen war. Die Folge: Die Radler wichen noch weiter nach rechts aus – und ganz Waghalsige nutzen die Erhebung als Rampe für noch mehr Fahrspaß.

„Erdhügel helfen nicht, sie reizen nur“

„Erdhügel helfen nicht, sie reizen nur“ – zu dieser Erkenntnis ist derweil auch das Tiefbauamt gekommen und hat das Gespräch mit dem angrenzenden Eigentümer gesucht. Beide einigten sich auf eine Mauer. Hintergrund war laut Amtsleiter Gisbert Bensch auch der ein oder andere Sturz an dieser Stelle. Möglichen Regressforderungen wolle man im Vorfeld aus dem Weg gehen. 

Dass die abschüssige Rasenfläche als „Downhill-Strecke“ genutzt wurde, offenbart aber womöglich ein anderes Problem: Junge Biker, die sich ausprobieren wollen, finden in Werne keinen Platz dafür. Beim Jugendamt wisse man das, sagt dessen stellvertretende Leiterin Liane Jäger. Dem Thema werde man sich im Rahmen der Spielplatzentwicklungsplanung widmen. Dieser Plan werde in der Regel alle fünf Jahre aktualisiert; wegen Personalmangels sei dies zuletzt aber nicht passiert.

Dirt-Bike-Strecke an der Klöcknerstraße?

Im Zuge der Entwicklungsplanung soll auch geprüft werden, ob sich der Bolzplatz an der Klöcknerstraße zu einer Dirt-Bike-Strecke umfunktionieren lässt. Die Idee dazu gebe es, bestätigte Jäger. Solange noch geprüft wird, bleibt Bikern wohl nur eines übrig: in die Nachbarstadt Bergkamen zu fahren.

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