Kita-Planung: Bedarf geht zurück

Der Nachwuchs ist in Wernes Kitas gut versorgt. Laut Bedarfsplan sind keine Engpässe zu erwarten. - Foto: dpa/Gentsch

WERNE - Der Engpass bei den Kita-Plätzen für Kinder über drei Jahre scheint angesichts der demografischen Entwicklung schon bald überwunden. So wird die zum Januar bei der Jugendhilfe am Fürstenhof eingerichtete Übergangsgruppe nach jetzigem Stand ab August nicht mehr benötigt; die 18 Mädchen und Jungen könnten dann eine der regulären Einrichtungen besuchen.

So jedenfalls steht es in der Bedarfsplanung, über die der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 11. Februar (17.30 Uhr; Stadthaus), berät.

Im laufenden Kindergartenjahr werden in 13 Kitas und der Übergangsgruppe 807 Kinder bis sechs Jahre betreut, in der Tagespflege sind es 37. Bei insgesamt 178 betreuten Kindern unter drei Jahren beträgt die Versorgungsquote 28,9 Prozent. Dieser Wert wird laut der Planung weiter steigen, auf 35 Prozent ab August, und auch hier ist die demografischen Entwicklung die Ursache.

Während die Zahl der ab August belegten U3-Plätze den Erwartungen nach um 21 auf 162 steigt, reduziert sich die Zahl bei Kindern über drei um 75 auf 591. Den Prognosen nach werden im nächsten Kita-Jahr 54 Kinder weniger in hiesigen Einrichtung betreut. Größere Verschiebungen in den einzelnen Kitas gibt es nicht. Auffällig: Im Wohnbereich Stockum/Horst (Kita St. Sophia, St. Marien, Jona) bleiben die Zahlen konstant. Hier wird mit 147 Kindern lediglich ein einziges weniger betreut als aktuell.

Bei der Bedarfsplanung hat sich die Stadt eigener Darstellung nach am Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Über-Dreijährige sowie der flächendeckenden Ausweitung der Betreuungsangebote für jüngere Kinder orientiert. Im übernächsten Kindergartenjahr soll die Versorgungsquote im U3-Bereich auf 37 Prozent steigen.

Für die Einrichtung der Übergangsgruppe hatte der Jugendhilfeausschuss Ende November Ausgaben in Höhe von 14 000 Euro gebilligt. Der Mangel an Ü3-Plätzen hing ursächlich mit deren Abbau im Zuge der Stärkung des U3-Bereichs zusammen. Die Bedarfsplanung 2014/15 wurde auf Grundlage der jüngsten Anmeldezahlen erstellt. Ob die Plätze tatsächlich in Anspruch genommen werden, muss sich zeigen. Das Land, das die Einrichtungen finanziell fördert, toleriert Über- sowie Unterschreitungen, wenn sie bezogen auf die jeweilige Einrichtung nicht über zehn Prozent der Fördersumme hinausgehen.

Der Jugendhilfeausschuss beschäftigt sich am 11. Februar auch mit dem Haushalt 2014 und dem Bericht zu „Hilfen zur Erziehung“. - am

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare