Sechs Monate im evangelischen Gemeindezentrum

Umzug als Chance: Kita St. Sophia geht neue Wege in der Betreuung

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Die katholische Kita St. Sophia befindet sich seit August im evangelischen Gemeindezentrum in Stockum.

Stockum – Ein halbes Jahr nach dem unfreiwilligen Umzug ins evangelische Gemeindezentrum zieht die katholische Kita St. Sophia eine positive Zwischenbilanz ihrer dortigen Arbeit.

Man habe nach dem Wasserschaden im eigenen Haus nicht nur das Beste aus der neuen Situation gemacht, sondern beschreite zur Freude und zum Nutzen aller auch neue Wege in der Betreuung, heißt es.

Krise als Chance – das könnte auch für das schadhafte Sophia-Gebäude gelten. „Wir sind von der Stadt angesprochen worden, ob wir uns eine Erweiterung vorstellen können“, sagt Stefanie Heider, Verbundleiterin für die vier Kindertagesstätten der Gemeinde St. Christophorus. Vor einer Entscheidung in der Sache gelte es aber, das selbstständige Beweisverfahren am Landgericht Münster abzuwarten. „Wir hoffen, dass im Frühsommer Klarheit besteht, wie’s weitergehen kann“, so Heider.

Weniger Platz, aber mehr Ideen

In das Kita-Gebäude an der Kirchstraße war im Bereich des Anbaus immer wieder Regenwasser eingedrungen. Das machte eine Räumung notwendig. Seither wird mit juristischer Hilfe geklärt, wer für die Schäden aufkommen muss. Das ohnehin im Ort geplante engere Miteinander beider christlicher Kirchen wurde früher eingeleitet als gedacht. Die Lutherischen überließen den Katholiken ihr Gemeindezentrum, diese machten Platz im Pfarrheim St. Sophia.

In ihren Interimsräumen haben die 77 Kinder und 16 Erzieherinnen zwar weniger Platz, doch damit gehen sie laut Einrichtungsleiterin Martina Stolte um so kreativer um – etwa durch gruppenübergreifende Aktivitäten und neue Angebote wie Kinderyoga.

Gartengruppe täglich unterwegs

Und sie suchen sich Spielraum auch außerhalb der eigenen vier Wände. Jeden Morgen etwa macht sich eine Gartengruppe auf zum Außenbereich der Kita St. Sophia. Am Montag besuchten Kinder das Blumenhaus Wenner, jeden Freitag sind „Bücherwürmer on tour“ und machen es sich in der Katholischen Öffentlichen Bücherei gemütlich.

Stolte spricht von einer „ganz neuen Vernetzung“ der Kita und ist froh, dass die Eltern den eingeschlagenen Weg mitgehen. Das bestätigt Elternbeiratsvorsitzende Karolina Wiesmann und ist voll des Lobes: „Mein Zweijähriger blüht richtig auf durch das offene Konzept und macht ganz viele Entwicklungsschritte.“

Schalldämmung und Rampe geplant

Für Team- und Elterngespräche stehen der Kita das Pfarrhaus an der Kirchstraße und ein Containerraum zur Verfügung. In Arbeit seien eine Schalldämmung in den Räumen, eine Rampe für die Treppe, ein Zaun ums Grundstück sowie eine Tür für die Fensterfront des großen Raums, hieß es beim gemeinsamen Elternabend Ende Januar.

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