Kita-Erweiterung in Horst rückt näher

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Die Kita St. Marien soll auf zwei Gruppen erweitert werden. Dabei wird das Bestandsgebäude umgebaut. Anstelle der Flachdach-Toilettenanlage entsteht ein zweigeschossiger Neubau mit Hausmeister-Wohnung. Geplanter Baubeginn: um Ostern.

Werne - Der DGH-Förderverein Horst und Wessel ist seinem Ziel der Erweiterung der Kita St. Marien ein Stück näher gekommen. So hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) laut Vorsitzendem Herbert Schulze Geiping jetzt eine Betriebserlaubnis für die geplanten neuen Räumlichkeiten in Aussicht gestellt. 

Welchen Beitrag das Horster Vorhaben zur Kita-Bedarfsplanung der Stadt leistet, ist aktuell allerdings noch unklar.

Wernes Jugenddezernent Alexander Ruhe möchte sich erst zu den Planungen für das Kita-Jahr 2018/19 und folgende äußern, wenn das aktuelle Anmeldeverfahren ganz beendet ist; Ende Januar, Anfang Februar sei dies der Fall. Damit bleibt zunächst auch die Frage offen, ob es in Werne eine 17. Kindertagesstätte geben muss, weil der Bedarf gewachsen ist. 

Am Mittwoch hatten das Jugendamt und die Kita-Leitungen die vorliegenden Anmeldungen für 2018/19 gesichtet. Laut Dominik Klute von der Verwaltung gibt es wie üblich Fälle, in denen den Wünschen nach einer bestimmten Einrichtung zunächst nicht nachgekommen werden kann. In diesen Fällen müssten nun individuelle Lösungen gefunden werden; dazu nehme die Verwaltung Kontakt mit den Familien auf.

Von Werne nach Horst: Sechs Kilometer

Wenn die Wunsch-Kita versperrt ist, müssen Eltern womöglich weite Wege in Kauf nehmen. Das könnte der Grund sein, warum sich die Stadt in puncto Kita-Erweiterung in Horst bislang zurückhaltend geäußert hat. Von Werne bis Horst sind’s sechs Kilometer. Wenn es an der einen Unter- und an der anderen Stelle Überkapazitäten gibt, sitzen Kinder im Auto. Der DGH-Verein will die Erweiterung auf zwei Gruppen bekanntlich mit eigenen Mitteln stemmen – und Schulze Geiping ist überzeugt, dass Horst dauerhaft mehr Kita-Plätze benötigt. Die halbe Überhang-Gruppe, die aktuell im benachbarten Dorfgemeinschaftshaus betreut wird, liefert ihm ein stichhaltiges Argument. Zur Fahr-Problematik macht er deutlich, dass schon jetzt Eltern mit ihren Kindern von Horst und Werne oder auch von Werne nach Horst tingeln: „Das ist oft auch so gewollt.“ 

Bei Neujahrsempfang Planungen vorstellen

Bei seinem Neujahrsempfang am 19. Januar (19 Uhr; Dorfgemeinschaftshaus) will der Verein über den Stand der Planungen informieren – und zudem die Möglichkeit der Darlehensgewährung durch Mitglieder erörtern. Zwar könne man das Projekt auch mit Geld von der Bank verwirklichen; hier gebe es entsprechende Zusagen, verdeutlicht Schulze Geiping. Mit der alternativen Art der Finanzierung seien aber für den DGH zählbare Vorteile verbunden, und auf die Darlehnsgeber warte eine, so wörtlich, „gute Rendite“.

Zusagen für Kita-Plätze ab 22. Januar

Das Jugendamt will sich derweil auch mit Familien mit Kindern zwischen drei und sechs Jahren in Verbindung setzen, die sich bislang gar nicht in einer Kita angemeldet haben. Deren Zahl sei zweistellig und diesmal vergleichsweise hoch, heißt es. Gleichwohl komme es immer wieder vor, dass Eltern ihre Sprösslinge gar nicht in die Kita gäben – etwa aus religiösen Gründen. Vorläufige Zusagen für Kita-Plätze werden ab 22. Januar verschickt.

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