Kinderpornografie: Werner vor Gericht reuig

Lünen/Werne - Wegen des Besitzes von Pornovideos und -bildern mit Minderjährigen hat das Amtsgericht Lünen am Mittwoch einen 50-jährigen Mann aus Werne am Mittwoch zu einer Geldstrafe von 130 Tagessätzen zu je 75 Euro (9750 Euro) verurteilt.

Anfang des vergangenen Jahres hatte die Polizei bei einer Hausdurchsuchung bei dem Verurteilten mehrere einschlägige Fotos und Videos gefunden. Über eine Internetseite für Homosexuelle hatte der Werner Anfang 2013 Kontakt zu einem anderen Mann aufgenommen. Dabei ging es um den Austausch der illegalen Bilder und Filme. Gegen den anderen Täter ist ebenfalls ein Verfahren anhängig.

Laut Beweisaufnahme hat der Werner in den folgenden zwei Jahren von dem besagten Mann vier Mal Fotos und Filme erhalten. Sie zeigen unter anderem sexuelle Handlungen mit Kindern und Jugendlichen. Im Zuge der Hausdurchsuchung fand die Polizei in der Wohnung des Angeklagten Datenträger sowie zwei Mobiltelefone mit dem verbotenen Material.

Polizei vergisst Beweismaterial

Der Werner trug danach selbst zur Aufklärung seiner Straftaten bei: Nach der Hausdurchsuchung hatten die Ermittler die Mobiltelefone mit den darauf befindlichen Beweisfotos und Filmen allerdings beim Angeklagten vergessen. Er selbst kümmerte sich darum, dass diese Beweisstücke für die weiteren Ermittlungen zur Polizei gelangten und versuchte erst gar nicht den strafbaren Inhalt darauf zu löschen. Er schäme sich für seine Handlungen, sagte der Angeklagte vor Gericht und legte in vollem Umfang ein Geständnis ab. Der Mann gab an, dass er sich auch schon um einen Therapieplatz bemüht, aber noch keinen bekommen habe.

Relativ milde Strafe

Das Gericht hielt dem Angeklagten sein umfassendes Geständnis wie auch die Mithilfe durch die Übergabe der von der Polizei vergessenen Beweismittel beim Strafmaß zu Gute. „Ohne diese Beweismittel wäre die Aufklärung ungleich schwerer geworden“, stellte Richter Ulrich Oehrle fest. Nur deshalb verhänge das Gericht gegen den Mann keine Haftstrafe. Auch die Geldstrafe von insgesamt 9750 Euro bewertete das Gericht angesichts der Taten als relativ milde.

Rubriklistenbild: © dpa

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