„Wie viel wärmer ist 1 Grad?“

Kinder-Klimabuch feiert Erfolge: Kristina Scharmacher-Schreiber räumt Auszeichnungen ab

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Die gebürtige Wernerin Kristina Scharmacher-Schreiber freut sich über die vielen Auszeichnungen ihres Kinderbuchs. Doch noch mehr freut sie sich, dass der Klimawandel dadurch Thema bei Kindern wird.

Werne – Die Umwelt ist (lebens-)wichtig und geht jeden von uns an. Dieser Meinung ist auch die gebürtige Wernerin Kristina Scharmacher-Schreiber. Sie schrieb deshalb ein Kinderbuch zum Thema. Der Titel: „Wie viel wärmer ist 1 Grad. Was beim Klimawandel passiert“ (Illustratorin: Stephanie Marian). Jetzt wird der Schmöker geradezu mit Preisen überhäuft.

Bereits kurz nach der Veröffentlichung ihres kindgerechten Sachbuches gab es die erste Auszeichnung für Scharmacher-Schreiber: den Potsdamer „EMYS – Monatspreis Oktober“ für wissenschaftliche Kinder- und Jugendliteratur. Anfang dieses Jahres wurde „Wie viel wärmer ist 1 Grad“ dann vom österreichischen Bildungsministerium und von zahlreichen Lesern in einer Online-Abstimmung zum „Wissenschaftsbuch des Jahres“ gewählt (WA berichtete).

Und jüngst folgten dann noch die Auszeichnung mit dem „EMYS -Jahrespreis“ sowie eine Nennung im „Lesekompass“, einer Orientierungshilfe der Leipziger Buchmesse für Eltern, Lehrer, Kinder und Buchhandlungen. Zwar seien sowohl die Buchmesse als auch die Preisverleihung in Wien Corona-bedingt abgesagt worden. Geehrt fühlt sich die Werner Autorin aber trotzdem.

Tochter hat Klimaschutz-Ratschläge schon verinnerlicht

„Ich freue mich aus so vielen verschiedenen Gründen“, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Zunächst natürlich, weil die Auszeichnungen eine willkommene Bestätigung ihrer Arbeit seien – so richtig gerechnet habe sie damit bei „all der starken Konkurrenz“ nämlich nicht. „Aber viel glücklicher macht es mich, dass jetzt vielleicht noch mehr junge Menschen auf dieses wichtige Thema aufmerksam werden.“ 

Scharmacher-Schreibers eigene Tochter (5) hat die Klimaschutz-Ratschläge im Buch auf jeden Fall schon verinnerlicht – und das, obwohl sie eigentlich noch ein bisschen jung dafür ist. „Komplexe Zusammenhänge wie den Treibhauseffekt versteht sie noch nicht“, erläuterte Scharmacher-Schreiber.

Ihre Umwelt schützen könne die Fünfjährige aber trotzdem – und dabei meine sie es genauso ernst wie Fridays-for-Future-Ikone Greta Thunberg. „Wenn sie den Raum verlässt, achtet meine Tochter zum Beispiel immer darauf, das Licht auszuschalten“, so die Werner Schriftstellerin amüsiert. Und wenn draußen Müll herumliege, gebe es für die Kleine gar kein Halten mehr. „Dann ist sie immer ganz entsetzt, wie die Leute sowas tun können, und macht sich sofort auf die Suche nach dem nächsten Mülleimer.“

Nachschub schon in Arbeit

Genau diese Botschaft – dass wir alle unseren Beitrag dazu leisten können, den Klimawandel zu stoppen – möchte Scharmacher-Schreiber mit ihrem Sachbuch für Kinder vermitteln. Lust darauf, sich an der Klimadiskussion zu beteiligen, macht sie ihrer Zielgruppe regelmäßig bei Lesungen.

„Nachschub“ von Scharmacher-Schreiber ist auf jeden Fall schon in Arbeit: „Zukünftig werde ich mich an erzählender Literatur versuchen – viel mehr kann ich leider noch nicht verraten“, so die 40-Jährige. Heute erscheint zudem ihr neuestes Werk: „ICH“, eine Selbst-Entdeckungsreise für Kinder ab sieben Jahren (siehe Infokasten). Denn genauso wichtig wie es sei, die (Um-)Welt zu begreifen, sei es auch, sich selbst zu verstehen und anzunehmen.

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