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Kein Führerschein, dafür Drogen: Notorischer Wiederholungstäter aus Werne

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Von: Daniel Großert

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Symbolfoto, Bußgeld, Führerschein weg, zu schnell gefahren
Ein Mann aus Werne konnte zweimal bei Kontrollen keinen Führerschein vorweisen. (Symbolfoto) © Rainer Droese/Imago

Ein notorischer Wiederholungstäter aus Werne wurde innerhalb von vier Monaten zweimal beim Fahren ohne Führerschein und mit Drogen im Blut erwischt. Sein Gerichtsprozess ging glimpflich aus.

„Ich habe halt Mist gebaut.“ – Ohne Führerschein und mit berauschenden Mitteln im Blut verschlug es einen Werner und seinen Roller im Jahr 2020 gleich zwei Mal nach Lünen. Die verbotenen Fahrten blieben nicht unbemerkt. Nun stand der 40-Jährige vor Gericht. Acht Voreintragungen, darunter auch einige einschlägiger Natur, befinden sich bereits im Strafregister des Mannes aus Werne. Stoppen konnte ihn das nicht – und das im wortwörtlichen Sinne. Er legte nach.

Mit seinem Roller, für den er eine Fahrerlaubnis benötigt hätte, war er Mitte August 2020 in Lünen unterwegs, wurde gestoppt und stand, als es um das Thema Führerschein ging, einmal mehr mit leeren Händen dar. Von den Cannabis- und Amphetamin-Resten in seinem Blut ganz zu schweigen.

Wenig später die nächste Fahrt ohne Führerschein

Aber selbst diese Erfahrung konnte den 40-Jährigen nicht davon abhalten, sein Glück Anfang November 2020 erneut auf die Probe zu stellen. Wieder fuhr er verbotenerweise nach Lünen, wieder wurde er erwischt. Und diesmal hatte er nicht nur Amphetamin konsumiert, sondern hatte auch noch mehr als 1,7 Promille.

Die beiden „Ausflüge“ brachten den Werner jetzt im Amtsgericht Lünen auf die Anklagebank. Im Prozess überraschte der notorische Wiederholungstäter dann allerdings nicht nur mit Reue und Einsicht, sondern auch mit Bemühungen, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. „Ich habe wirklich Mist gebaut. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Es ist so gewesen.“

Angeklagter aus Werne zeigt Reue

Mittlerweile habe er eingesehen, dass es so nicht weitergehe – unter anderem auch wegen eines schweren Schicksalsschlags in der Zwischenzeit. Deshalb habe er sich Hilfe bei der Suchtberatung geholt, habe eine Therapie gemacht und gehe zur Nachsorge. „Ich möchte nicht, dass sich so etwas wiederholt“, betonte er, der sich seiner bewegten Vergangenheit durchaus bewusst war. „Es tut mir leid, dass es so gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Ich habe jetzt Maßnahmen ergriffen“, erklärte er und gab zuletzt noch einmal zu: „Ich habe halt Mist gebaut.“

Seine glaubhafte Reue, den Zeitablauf, die Therapie und den Umstand, dass nach den Taten im Jahr 2020 offenbar keine weiteren folgten, wusste die Richterin am Ende zu würdigen. Auf der Gegenseite standen jedoch die zahlreichen, zum Teil einschlägigen Vorstrafen und das damalige Rückfalltempo. Der Angeklagte aus Werne erhielt eine Chance und ihm blieb eine Freiheitsstrafe erspart.

Vielmehr wurde er wegen vorsätzlichem Fahren ohne Fahrerlaubnis und Trunkenheit im Verkehr zu 2400 Euro Geldstrafe verurteilt. Darüber hinaus ordnete die Richterin eine einjährige Sperrfrist zur Erteilung der Fahrerlaubnis an. - von Sylvia Mönning

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