Picknick unterm Kirchturm wie auf der A40

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Es ist angerichtet: Die Vertreter der katholischen Einrichtungen in Werne freuen sich auf ein ökumenisches und multikulturelles Frühstück wie auf der A40 im Juni – nur rund um die Werner St. Christophorus-Kirche.

WERNE - Biblisch könnte es am Sonntag, 15. Juni, rund um die St. Christophorus-Kirche zugehen. Ähnlich wie bei der wunderbaren Fischvermehrung soll es ein Familienpicknick geben, bei dem jeder für sich selbst, aber auch für den Nächsten sorgt. Die katholischen Einrichtungen in Werne, die in Sachen Familie federführend sind, haben mit der Planung des Festes begonnen.

Mit Blick auf die Konfession betont Maria-Elisabeth Lang vom KSD, dass es bei dem Picknick „bunt“, das heißt ökumenisch und multi-kulti zugehen soll. „Eingeladen ist jeder, der Lust auf Familie und darüber hinaus auf Gespräche mit Gleichgesinnten hat“, so Lang.

Die Idee wurde bereits im vergangenen Jahr geboren. Der Katholische Sozialdienst (KSD) regte in Anlehnung an sein Jahresmotto „Familie schaffen wir nur gemeinsam“ deutschlandweit Veranstaltungen für Familien an. Die Aktion sollte am 21. September - dem Tag der Bundestagswahl - stattfinden. „An diesem Wochenende stand auch noch im Familiennetz Werne ein Fest an, eine zweite große Veranstaltung wollten wir nicht“, erzählt Lang von den Anfängen.

Gleichwohl setzten sich aber die Leiterinnen der Werner Kindertagesstätten, der Familienbildungsstätte, Vertreter der Gemeinden und der sozialpädagogischen Lebenshilfe an einen Tisch. Ziel war, ein Fest für Familien zu planen, bei dem es in erster Linie um die Begegnung gehen sollte.

„Wir wollten kein zweites Pfarrfest, keinen Trubel, sondern einen Raum, in dem geplaudert, gelacht und zusammen gefrühstückt werden kann“, beschreibt Lang das Ziel der Aktion.

Auch in diesem Jahr passt das KSD-Motto des Jahres wunderbar ins Konzept. Es lautet: „Weit weg ist näher als du denkst.“ Die Gäste beim Familien-Picknick sollen zusammenrücken. „Hier kann sich niemand an den gedeckten Tisch setzen, sondern alle decken zusammen den Tisch“, erläutert Lang das Konzept. Ganz nebenbei sei es dabei erwünscht, sowohl in Sachen Essen als auch in Gesprächen über den Tellerrand zu schauen.

„Es wäre schon schön, wenn es bei uns zugehen würde wie auf der A40, als diese im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 gesperrt war“, erinnert sich Felicitas Höltmann, Leiterin der Kita St. Johannes an die gelungene Aktion. Und genau wie auf der Autobahn sollen auch lange Tische rund um die Kirche zum gemeinsamen Essen einladen.

Das Fest beginnt um 10 Uhr mit einem Familiengottesdienst in der Christophorus Kirche. Dieser wird von den Kitas St. Christophorus, St. Johannes, Maria Frieden und St. Sophia Stockum gestaltet.

Das eigentliche Picknick findet nach dem Gottesdienst statt. Dazu werden alle Gäste gebeten, Lebensmittel mit zu bringen, die dann gemeinsam verzehrt werden. Unterstützt wird die Aktion von Werner Einzelhändlern und Bäckern. „Das Angebot wird reichhaltig sein. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei“ so Gabriele Kranemann, Fabi-Leiterin und Mitinitiatorin der Veranstaltung.

Für die kleineren Gäste gibt es die Möglichkeit, zu malen oder sich mit verschiedenen Spielen zu beschäftigen, damit nach dem Essen keine Langeweile auftritt.

Nicht nur der Magen, auch die Ohren werden an diesem Tag verwöhnt. Verschiedene Chöre umrahmen die Aktion musikalisch, die mit einem gemeinsamen Lied der Chöre und Picknickteilnehmer beendet wird.

„Wir wollen niemanden ausgrenzen“, lädt auch Marianne Schäper-Mürmann vom Pfarreirat St. Christophorus alle Interessierten ein. „Wird das Picknick erfolgreich angenommen, planen wir fürs nächste Jahr eine Wiederholung, bei der alle Werner Kitas, das Familiennetz und alle religiösen Gemeinschaften in die Planungen mit einbezogen werden“, kündigt Schäper-Mürmann an. - luk

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