„Werner Junge“ soll Opel wieder in Fahrt bringen

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Karl-Thomas Neumann. ▪

WERNE ▪ Einer der zurzeit wohl unangenehmsten Top-Jobs der deutschen (Automobil-)Wirtschaft soll für einen „Werner Jungen“ die nächste Sprosse auf der Karriereleiter werden: Karl-Thomas Neumann wird in den Medien als neuer Vorstandschef des Autobauers Opel gehandelt.

Der 51-jährige promovierte Elektroingenieur war zuletzt als Vorstand für das China-Geschäft des Konkurrenten VW verantwortlich, ist dort aber plötzlich abberufen worden, weil der Konzernchef mit seinem Management bei Qualitätsmängeln haderte.

In Werne kennt man Karl-Thomas oder „Kalle“ Neumann als ältestes der drei Kinder von Prof. Dr. Gerd-Heinrich Neumann, Verhaltensbiologe an der Uni Münster, und Annemarie Neumann, Musiklehrerin am St.-Christophorus-Gymnasium. Dort unterrichtete neben der Professur auch Vater Neumann. Die Eltern sind vor einiger Zeit nach Bremen gezogen. Mit seinen Geschwistern Andreas und Ruth wuchs der in Niedersachsen geborene Neumann in seinem Elternhaus an der Merianstraße auf. Er verließ die Stadt, als er begann, an der Technischen Universität Dortmund Elektrotechnik zu studieren.

Forschungsarbeiten am Fraunhofer Institut und Neumanns Promotion an der Uni Duisburg waren die nächsten Schritte auf seinen Weg zum ausgewiesenen Elektronik-Experten. Der führte ihn 1993 zu Motorola, wo er Leiter des strategischen Marketings für den Automobilmarkt wurde. Von 1999 bis 2004 leitete Karl-Thomas Neumann die Elektronik-Entwicklung bei VW, ehe er Vorstandsvorsitzender des Automobilzulieferers Continental wurde. Dort erregte er Aufsehen, als er im Sommer 2009 seinen Hut nahm, weil er seine Ideen nicht gegen Groß-Aktionär Schaeffler durchsetzen konnte.

Nachdem Neumann in Wolfsburg in Ungnade gefallen ist, wird der den Berichten zufolge bei Opel als Technik-Experte mit offenen Armen empfangen. ▪ bkr

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