Am Alten Kurbad

Ausgebremste Anlieger planen Kampagnen für Verkehrssicherheit in Werne

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So ein Schild wie an der Uhlandschule könnte auch an anderen Stellen in Werne die Autofahrer dazu anhalten, das vorgeschriebene Tempolimit zum Schutz von Kindern einzuhalten.

Werne - Nach dem ihnen Politik und Verwaltung im Verkehrsausschuss die kalte Schulter gezeigt haben, laufen sich die Initiatoren der Bürgeranträge für mehr Verkehrssicherheit warm für eine öffentliche Kampagne. Den Akteuren schließen sich weitere Familien aus anderen Wohngebieten an.

Flugblätter und eine eigene Homepage sind in Arbeit. Noch vor den Osterferien soll es einen gemeinsamen Auftritt geben, mit dem sich die Bürger bei der Stadt Werne doch noch Gehör verschaffen wollen. Ihr Slogan lautet „Familien gestalten Werne“. Nach der sang- und klanglosen Abfuhr im Ausschuss, und WA-Berichterstattung über die Enttäuschung darüber rührt sich bei den Fraktionen nun doch etwas. Die CDU habe sich gemeldet, zunächst aber keine weitere Verabredung getroffen, berichtete Thorsten Swat, Sprecher der Familien aus dem Sprengel Am Alten Kurbad/Dr. Hövener-Straße. „Ich habe von denen gerade per E-Mail Termine für ein Gespräch Ende März bekommen“, ergänzte Daniel Steinhoff, der für den Wiehagen aktiv ist und mit Swat in engem Kontakt steht. 

FDP will Anliegen im Verkehrsausschuss wieder zur Sprache bringen

So sind die beiden samt einiger Mitstreiter auch bei der FDP gelandet. „Wir waren zum Gespräch mit der Fraktion eingeladen. Die Vorsitzende Claudia Lange hat zugesagt, unsere Anliegen zu unterstützen und das Problem im Verkehrsausschuss wieder zur Sprache zu bringen“, sagte Swat. Lange bestätigte auf Nachfrage, dass sie dafür gerade recherchiere, welche nachahmenswerte Lösungen andere Städte gefunden haben. Als Anwohnerin der Lütkeheide kennt sie die Klagen der Nachbarn über die Missachtung der Verkehrsregeln in den Wohnstraßen aus eigener Anschauung nur zu gut. Auch ihr ist da einiges ein Dorn im Auge, was die Stadtverwaltung bisher nicht angehen wollte. Aber auch mit der Abteilung Straßen und Verkehr haben die Anlieger nun einen Termin. 

Schulterschluss mit anderen Nachbarn

Derweil zieht das Thema Kreise, die Initiatoren suchen den Schulterschluss mit anderen Nachbarschaften und bereiten einen breiten Auftritt in der Öffentlichkeit vor. „Wir waren weiter tätig, haben Verbindungen zu Familien in den verschiedensten Straßen quer durch die Stadt“, berichtete Swat. „Als nächstes soll es eine Flugblatt-Aktion geben und wir wollen noch vor den Sommerferien einen Termin organisieren, an dem wir unsere Interessen in die Öffentlichkeit tragen.“ Mit den Flugblättern wollen die Mitstreiter „sagen, wer wir sind und was wir wollen“, so Swat. Zugleich sollen Anwohnerschaften sensibilisiert werden, Rücksicht zu üben. Es gehe aber auch darum, weitere Knackpunkte auf den Straßen zusammenzutragen. Familien mit kleineren Kindern seien erste Ansprechpartner, weil es um deren Sicherheit in Tempo-30-Zonen oder sogenannten Spielstraßen gehe. 

Smiley-Display könnte auf Anliegen aufmerksam machen

Dazu hat auch Swat begonnen, sich nach Initiativen von Bürgern in anderen Städten umzusehen – etwa bei zusätzlicher Beschilderung oder elektronischen Messtafeln zur Verkehrskontrolle und -erziehung. Etwa ein „Smiley“-Display, wie es viele Städte zur Mahnung oder positiven Bestärkung an eine Laterne hängen. Den Initiatoren wäre es sicher recht, wenn das Mondgesicht auf Wernes Straßen öfter über brave Autofahrer strahlen würde.

Ansprechpartner nach Wohnlage benannt

Torsten Swat (Werne-West) und Daniel Steinhoff (Werne-Ost/Mitte) sind erreichbar per E-Mail: info@familien-gestalten-werne.de. Aus folgenden Straßen haben sich Mitstreiter angeschlossen: Wiehagen, Käthe-Kollwitz-Straße, Kirchnerstraße, Am alten Kurbad, Hustebecke, Lohstraße, Burgstraße, Bellingheide, Beckingsbusch.

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