Kamener Krankenhaus schließt Geburtshilfe

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Symbolfoto

KAMEN/KREIS UNNA - Werdende Eltern haben ab 1. August eine Option weniger für die Geburt ihres Kind: Die Geburtshilfe im Kamener Krankenhaus wird geschlossen.

In einer Pressemitteilung verkündete das Klinikum Westfalen am Freitag: "Die Suche nach einem Belegarzt für die Geburtshilfe am Hellmig-Krankenhaus blieb ohne Erfolg. Die Ausweitung des Suchradius in der Region und eine Anzeige in einem bundesweit erscheinenden Fachblatt, brachten nicht das erhoffte Ergebnis."

Seit Wochen regte sich in Kamen großer Protest gegen die Schließung. Bürger sammelten mehrere tausend Unterschriften für den Erhalt der Geburtshilfe.

Inzwischen sei auch das letzte Gespräch ohne Erfolg geführt worden, so das Klinikum Westfalen. Man habe in einer zweiten Welle mehr als 50 Fachpraxen persönlich kontaktiert. Bei Gesprächen habe sich meist schnell herausgestellt, dass die Vorgabe einer Präsenz im Krankenhaus innerhalb von zehn Minuten nicht zu erfüllen war. Auf eine bundesweit geschaltete Anzeige im Ärzteblatt habe sich nur ein Interessent gemeldet, so ein Sprecher des Klinikums. Auch in diesem Fall aber seien die Bedingungen an einen Einsatz in der Geburtshilfe des Hellmig-Krankenhauses nicht zu erfüllen gewesen, sodass der Arzt sein Interesse zurückgezogen hat.

“Wir bedauern sehr, dass es damit keine Perspektive für eine Fortführung der Geburtshilfe über den 1. August hinaus gibt,” so Andreas Schlüter, Geschäftsführer der Klinikum Westfalen GmbH. In dem Wunsch danach stimme die Trägergesellschaft mit der Kamener Politik und den Unterzeichnern einer Unterschriftenliste überein. Die Mitarbeiter sollen übernommen werden.

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