Weiberfastnacht: So läuft Werne sich warm für den Höhepunkt der Karnevalssession

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Solegymnastik mal anders: Mit dem Prinzenpaar voran ums Becken.

Werne - Die Narren sind los: Am Weiberfastnachtstag startet traditionell die heiße Phase des Karnevals. So lief Werne sich warm: 

Für das Stadtprinzenpaar haben die stressigsten Tage der Session begonnen: Stolze 16 Termine absolvierten Prinz Robin I. Böcker und Prinzessin Theresa I. Holtmann mit dem Kinderprinzenpaar Luke I. Krüger und Marie II. Schweizer allein an diesem Donnerstag. An vielen Stellen und Institutionen im Stadtgebiet hatte der Tross der IWK eine Vielzahl an Orden zu verteilen. Ein Überblick:

Polonaise durchs Solebecken 

Passend zum Anlass gekleidet präsentierte sich das Team des Solebades, das die Karnevalisten schon vor dem Abriss und Neubau regelmäßig besucht haben. Während Mitarbeiter in rot-weiß gestreiften Badeanzügen an frühere Zeiten erinnerten, mischte auch das Solepferdchen bei den Feierlichkeiten am Beckenrand mit. 

Werner Altweiberfastnacht

Einer Tradition folgend musste ein Mitarbeiter die Seiten tauschen und landete – von den Karnevalisten befördert – im Wasser. Dirk Gerstner, Teamleiter Aufsicht, nutzte das unfreiwillige Bad, indem er erst eine Polonaise und im Anschluss eine Wassergymnastik startete. Mit Kira Schäper feierte im Team jemand vom Fach mit: Sie war Kinderkönigin der Session 2008/09 und arbeitet mittlerweile am Empfang des Bades. „Als die Frage aufkam, wer mit in den Außenbereich kommt, war mir sofort klar, dass ich dabei bin“, sagte Schäper. Die Gäste hatten sichtlich ihren Spaß an der Aktion. 

Jagd auf die Krawatten

Doch nicht nur dort, wo der IWK-Tross einen Stopp einlegte, herrschte Stimmung. In etlichen Geschäften in der Innenstadt erwartete die Kundschaft verkleidetes Personal – und die eine oder andere kleine Aufmerksamkeit. In der Christophorus-Apotheke hatte sich das Team um Ursula Brinkmann-Trötsch der Bekämpfung des Coronavirus gewidmet und unter anderem gefärbten Multivitaminsaft zur Stärkung angeboten. In diesem Jahr feiert die Konditorei Telgmann ihr 150-jähriges Jubiläum. Daher schlüpften die Mitarbeiterinnen in Marktfrauen-Kluften von 1870. In der Sparkasse galt das maritime Motto „Wir umschiffen für Sie jede Klippe“. Der weibliche Anteil der als Matrosen verkleideten Belegschaft freute sich darüber, dass viele Kollegen – obwohl seit einem Jahr nicht mehr die Regel – mit Schlips zur Arbeit kamen, sodass sie reiche Beute einkassieren konnten.

Im Kolpingsaal geht's weiter 

50 Frauen der katholischen Frauengemeinschaft St. Christophorus starteten an Weiberfastnacht in die 5. Jahreszeit. Nach einem Frühstück freuten sie sich über den Auftritt der Theatergruppe der kfd-Frauen St. Gottfried aus Lünen. Die Truppe kommt schon seit Jahren und hatte mit einem Farbentanz, Lieder-Potpourri und einer Wilder-Westen-Show ein buntes Programm mitgebracht. Im Stadthaus überfielen weibliche Panzerknacker den Bürgermeister und forderten die Herausgabe des Haushaltes. Lothar Christ blieb davon unbeeindruckt. Zum Schluss zogen die Panzerknacker weiter, nicht mit dem Haushalt, dafür aber mit der Krawatte des Bürgermeisters als Beute. Pflichttermin für närrische Weiber am Abend: Die IWK-Sause im Kolpingsaal.

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