Interkultureller Adventsnachmittag ist ein voller Erfolg

Beim interkultureller Adventsnachmittag der AG Flüchtlinge beschenkte ein Weihnachtsmann alle anwesenden Kinder. Bei den verschiedenen Angeboten hatten die zahlreichen Besucher viel Spaß.
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Beim interkultureller Adventsnachmittag der AG Flüchtlinge beschenkte ein Weihnachtsmann alle anwesenden Kinder. Bei den verschiedenen Angeboten hatten die zahlreichen Besucher viel Spaß.

Werne - Die Annäherung und Freundschaft zwischen verschiedenen Kulturen hat sich die Arbeitsgemeinschaft Flüchtlinge (AGF) auf die Fahnen geschrieben. Wie vorbildlich das in Werne funktioniert, bewies sie am Samstag in der Mensa des Anne-Frank-Gymnasiums. Dort fand, mit Hilfe zahlreicher Sponsoren und Freiwilliger, ein Interkultureller Adventsnachmittag statt.

Die neue Mensa des Gymnasiums ist nicht gerade die kleinste Lokalität der Stadt. Dennoch reichte sie zwischenzeitlich kaum aus, um den Andrang an Werner Bürgern und in Werne beheimateten Flüchtlingen zu fassen. Von Aktivitäten auf der Bühne über Kaffeetrinken an den Tischen bis zu freundschaftlichen Gesprächen vor der Tür - in jeder Ecke steckte Leben.

„Wir haben auf diesen Erfolg zu hoffen gewagt“, sagte Heidrun Steiger. Sie steht zusammen mit ihrem Mann, Dr. Hermann Steiger, der AGF vor und hatte vorab etliche Menschen zu dem Adventsnachmittag eingeladen. Die Aktion sei, so Steiger, „kein christliches Fest“. Unabhängig der Glaubenseinstellungen sollte sie eine Möglichkeit der Begegnung werden.

Interkulturelle Adventsfeier in der Mensa des AFG

Die positive Aussage hinter dem Nachmittag wurde auch von anderen Seiten gewürdigt: Die Stadt, bei der Feier repräsentiert durch den stellvertretenden Bürgermeister Ulrich Höltmann, stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung, Mitglieder aller lokalen Parteien waren gekommen. Und Rainer Schmeltzer, NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales, nutzte seinen Besuch, um die Stadt und ihre Bewohner für ihren Umgang mit der Flüchtlingsthematik zu loben und als positives Beispiel darzustellen: „Die vielen Leute hier belegen die ehrliche Willkommenskultur in Werne.“

„Besonders schön“ fand Heidrun Steiger die Reaktion lokaler Vereine und Betriebe auf die Idee der AGF: Sponsoren stellten zum Beispiel Getränke und organisierten Bastel- und Geschicklichkeitsspiele für Kinder. Außerdem gab es gestiftete kleine Weihnachtspäckchen, die der Weihnachtsmann verteilte. Finanzielle Unterstützung gab es auch vom Internationalen Club Werne, „Düt und Dat“, dem Arbeitskreis „Eine Welt“, den Grünen und dem BVB-Fanclub Werne, der auch Borussia-Schals verteilte.

Von den Geldern finanzierte die AGF Plätzchen und Stollen. Dazu kamen selbstgebackene Kuchen, die die etwa 20 freiwilligen Helfer oder andere Privatpersonen gebacken hatten. Grußworte und Danksagungen gab es in Deutsch, Englisch, Französisch und Kurdisch. Die Besucher sangen und trommelten gemeinsam; es gab eine äthiopische Kaffee-Zeremonie - und an allen Tischen entwickelten sich anregende Gespräche.

Der Nachmittag ist eine weitere Bestätigung für die Steigers und die AGF, auch wenn naturgemäß noch nicht alles perfekt läuft; beispielsweise besteht der Wunsch nach einer noch intensiveren und vorteilhafteren Zusammenarbeit mit den Hauptamtlichen. Dass Aktionen wie der Adventsnachmittag wiederholt werden, steht fest - wenn auch noch nichts Konkretes geplant ist. - ok

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