Anlieger schließen sich zusammen

Initiative Spielstraße: Die ersten Termine stehen fest

Werne – Als „Initiative lebendige Spielstraße“ formieren sich die mit ihren Bürgeranträgen zur Verkehrssicherheit abgeblitzten Anlieger mit einer wachsenden Zahl von Unterstützern aus allen Winkeln der Stadt zu einer Kraft, die Verkehrssünder in den Wohnquartieren in die Schranken weisen will.

„Ich hätte nie gedacht, dass wir so schnell so groß werden“, zeigte sich Daniel Steinhoff von der Resonanz binnen zwei Wochen überrascht. „Aus meiner Sicht hat die Abfuhr, die wir uns im Verkehrsausschuss geholt haben, bewirkt, dass alle sagen: Jetzt machen wir’s erst recht und auch noch mehr.“

Was genau, das soll bei einem ersten Treffen besprochen werden, zu dem Steinhoff und Thorsten Swat als Sprecher der Akteure aus der Lütkeheide am 11. April ins Hotel am Kloster einladen. Um die Werner zu informieren und Mitstreiter zu gewinnen, haben die Initiatoren unter der Adresse www.familien-gestalten-werne.de einen Online-Blog eröffnet und 3 500 Flugblätter sowie 100 Plakate in Auftrag gegeben.

„Wir werden die Flyer in Wohngebieten in die Briefkästen einwerfen und stehen mit den Kindergärten in Kontakt darüber, dass wir Plakate aushängen dürfen. Auch den Einzelhandel wollen wir dafür noch gewinnen“, berichtete Steinhoff von den Vorbereitungen für einen breiten öffentlichen Auftritt.

Den soll es auch geben, wenn am 7. Mai das Gremium wieder tagt, bei dem die Anlieger mit den Bürgeranträgen quer durch alle Parteien weder Gehör noch Verständnis fanden: der Verkehrsausschuss. Dort soll ihr Anliegen wieder zur Sprache kommen, weil sich die FDP nach der Sitzung – in der sich auch ihr Vertreter nicht regte – eines Besseren besonnen hat. Mittlerweile hat die Faktionsvorsitzende Claudia Lange, selbst mit ihrer Familie in dem Lütkeheider Sprengel zuhause, den angekündigten Antrag gestellt.

Die Liberalen schlagen vor, der Verwaltung aufzutragen, Maßnahmen für mehr Sicherheit in verkehrsberuhigten Straßen zu entwickeln und mit der Politik abzustimmen. Dafür kämen in Regie der Kommune ergänzende Beschilderungen und plakativere Markierungen in Betracht, während Bürger etwa mit Flugblatt-Aktionen ihren Beitrag dazu leisteten.

„Es sind ja nicht nur Anlieger, die da zu schnell fahren, sondern Paketzusteller, Pizza-Taxis, Müllwagen und andere“, erläuterte Lange, warum die FDP die Stadt gefordert sieht. Die Anwohner beklagen ja, dass die umgangssprachlich „Spielstraße“ genannten Bereiche nicht hielten, was der Name verspricht. Gerade die Jüngeren seien gefährdet, wenn Autofahrer keine Rücksicht nehmen.

„Man muss baulich etwas machen, aber die Leute auch immer wieder sensibilisieren“, so Lange. „Das ist wie mit den Beuteln und dem erhöhten Bußgeld für Hundehaufen und oder dem großen Aufräumen bei ,Werne putzt sich raus’. Man muss die Dinge immer wieder in Erinnerung rufen.

Termine & Info

Erstes Kennenlern-Treffen: Donnerstag, 11. April, ab 19.30 Uhr im Hotel am Kloster. Auftritt vorm Verkehrsausschuss, Dienstag, 7. Mai, ab 17 Uhr Versammlung vor dem Stadthaus; Sitzungsbeginn 17.30 Uhr.

Kontakt per E-Mail; info@familien-gestalten-werne.de. Online: www.familien-gestalten-werne.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare