Patrick Wolsza und Annika Oswald sind das Maikönigspaar

Hunderte Besucher beim Salinenfest zum Start in die Schützenfestsaison

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Vor dem Gradierwerk trafen sich Schützen und Werner Bürger. Die Getränke servierten die Karnevalsfreunde von der IWK.

Werne - Die Schützensaison steht in den Startlöchern. Eingeleitet wird sie in Werne jährlich vom Salinenfest. Das feierten am Samstag die Bürger-Schützen zusammen mit ihren Karnevalsfreunden und der Werner Bevölkerung am Gradierwerk.

Als „erstes Come-together“ der Saison bezeichnet Schützenvorsitzender Tobias Ogonek die Traditionsveranstaltung seines Vereins. Zum Salinenfest treffe man auch Freunde wieder, die man sonst das Jahr über nicht sieht. Tatsächlich reisten einige alte Bekannte und Ur-Werneraner etwa aus Warendorf und Hannover an, um mitzufeiern.

Das zeigt: Die Idee vom Bürger-Schützenverein als „eine große Familie“, wie Ogonek es formuliert, geht auf. Seit einiger Zeit achte der Verein darauf, einheitlicher aufzutreten und die einzelnen Kompanien und Gruppen nicht mehr streng zu trennen – ohne dabei Geschichte und Tradition aus dem Blick zu verlieren.

Die neue Aufstellung scheint gut anzukommen bei den Schützen, denn am Samstag entdeckte Ogonek einige Gesichter, die er in den Jahren zuvor nicht an der Saline gesehen hatte. Und auch die Werner Bevölkerung zog mit. Von den geschätzten drei- bis vierhundert Festgängern trug nur knapp die Hälfte die grüne Kluft. Ogonek: „In den letzten Jahren kam mehr und mehr auch ziviles Publikum.“

Salinenfest der Bürgerschützen und Verleihung der Maibockscheibe

Vor dem (Fest-)Vergnügen stand noch die (Schützen-)Arbeit: die Krönung des neuen Maibock-Königspaars. Annika Oswald setzte unter den 32 teilnehmenden Damen den besten Schuss auf die Maibock-Glücksscheibe ab. Damit ist sie die zweite Königin überhaupt, die sich den Titel erkämpfte, statt ihn wie früher durchs Losglück zu erhalten. Unter den über 70 Herren-Schützen setzte sich Patrick Wolsza knapp vor Thomas Wenzel durch. Erstmals in der Geschichte des Wettkampfs waren deren beiden ersten Schüsse so ähnlich gut gewesen, dass ein zweiter Schuss die Entscheidung bringen musste.

Rund 100 Mitglieder des Bürger-Schützenvereins von 1653, allen voran Bataillonsschießwart Willi Kleinschnittger, kürten die „Neu-Royals“ auf dem Marktplatz mit Blumen und der massiven Maibock-Scheibe. Außerdem wohnte die Truppe der Beförderung von Alexander Bülhoff, der sich in der Vereinsjugend engagiert, vom Hauptfeldwebel zum Lieutnant bei.

Zuvor war die Parade in einheitlicher Formation unter Oberst Michael Biermann vom Kolpinghaus aus durch die Innenstadt marschiert. Bedingt durch die Baustelle, mussten die Teilnehmer diesmal einen kleinen Umweg laufen, was der Sache aber keinen Abbruch tat: Das Kamener Blasorchester St. Marien Kaiserau 1965, seit knapp 30 Jahren mit den Bürger-Schützen befreundet, spielte einfach ein Stück mehr.

Die Kaiserauer sorgten auch zum Fest für passende Musik, zusammen mit DJ Plogmaker, den die Interessengemeinschaft Werner Karneval (IWK) engagiert hatte. Als Ausrichterin besetzte die IWK auch die Getränke- und Grillstände und bezog die Einnahmen aus dem Fest.

Ganz ohne Verlosung kommt das Salinenfest nicht aus: In Schützenfest-freien Jahren gibt es Gutscheine zu gewinnen; in Jahren wie diesem entscheidet sich, wer den Vogel benennen darf, der diesmal am 6. Juli unter Beschuss geraten wird. Diese Ehre fiel am Samstag auf den Geschäftsführer Sven Marckhoff. Er taufte den Vogel (in Abwesenheit, denn er ist noch nicht ganz fertig) nach dem Chef der Artilleriegruppe auf den Namen „Udo“.

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