Horne ist teils ausgetrocknet - Durststrecke für Fische noch nicht dramatisch

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Die Horne auf Höhe der historischen Brücke über die Goerdelerstraße: In diesem Bereich ist das Wasser teils komplett verschwunden. Der Fischereibeauftragte des Kreises Unna hofft auf lang anhaltenden Landregen.

Werne - Wegen anhaltend hoher Temperaturen und dem ausbleibenden Regen führen Deutschlands Flüsse und Bäche derzeit deutlich weniger Wasser. Das gilt auch für die Horne bei Werne. Auf einem Abschnitt ist sie nun teils gänzlich ausgetrocknet.

Betroffen ist das Teilstück zwischen Feuerwehrgerätehaus und der nördlich gelegenen historischen Brücke über die Goerdelerstraße. Für die Fische sind die Trockenstellen aus Sicht von Michael Prill, dem Fischereiberater des Kreises, noch nicht allzu dramatisch, auch wenn die Sauerstoffzufuhr unterbrochen ist. „Einige Tage“ könnten die Tiere ohne größere Probleme überstehen. Dann aber sollte für längere Zeit Regen eingesetzt haben. 

Durch die Trockenstellen sind die Fische flussabwärts ab dem Wehr an der Hornemühle, das sie nicht überwinden können, vom Frischwasser abgetrennt. Prill aber weiß, dass die Horne auch viele tiefe Stellen hat. In diese würden sich die Tiere in dieser Zeit zurückziehen. 

Viele Bäche im Kreis Unna trocknen im Sommer regelmäßig aus. Bei größeren Wasserläufen wie der Horne ist dies überaus selten. Nur Regen kann Abhilfe schaffen. 

Klassischer Landregen von Vorteil

Und hier wünscht sich Prill einen klassischen Landregen, der einige Tag anhält. So hätten die Böden die Chance, durchzuweichen und das Wasser anhaltend aufzunehmen. Kurze, aber heftige Regengüsse wären sogar schädlich. Dann würden dem Boden nicht nur wichtige Nährstoffe entzogen. Überdies spülten die Wassermassen allen angefallenen Dreck der zurückliegenden Wochen – wie etwa den Gummi-Abrieb von Autos – geballt in die Gewässer. Prill: „Die Kiemen der Fische sind sehr, sehr empfindlich“.

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