Soll Helfern Einsatz erleichtern

Hilfe im Notfall: VdK-Vorsitzender wirbt für spezielle Dose

+
Kurt Wörmann vor seinem heimischen Kühlschrank: Er wäre nach Ansicht des VdK-Vorsitzenden der ideale Aufbewahrungsort für die Notfalldose.

Werne - Im Notfall zählt oft jede Sekunde. Damit die Rettungssanitäter und Notärzte keine Zeit bei der Suche nach wichtigen Dokumenten verlieren, gibt es die sogenannten Notfalldosen. Kurt Wörmann, Vorsitzender des VdK-Ortsverbands in Werne, wirbt auf Kreisebene seines Verbands für die Anschaffung.

Schon vor einiger Zeit stellte er die Notfalldose auf dem VdK-Verbandstag in Werne vor. Die Versammlung beschloss daraufhin, eine Abfrage bei den angeschlossenen zehn Ortsverbänden zu starten. Diese laufe zurzeit, so Wörmann. Er ist optimistisch, dass die Notfalldosen gegen Ende des Jahres für die Mitglieder in der Vdk-Geschäftsstelle in Kamen zu haben sein werden. „Wer nicht Mitglied im VdK ist, kann die Dose aber zum Beispiel auch über viele Apotheken oder im Internet bekommen“, erklärt Wörmann. 

Beinhaltet wichtige Dokumente

Das Prinzip hinter dem grün-weißen und wasserdichten Plastikbehälter ist denkbar einfach: Er enthält wichtige Dokumente beziehungsweise den Hinweis, wo genau diese Dokumente wie Medikamentenplan, Notfall- oder Impfpass sowie Patientenverfügung in der Wohnung zu finden sind. So vermeiden die Helfer langes Suchen, gewinnen wertvolle Zeit und „bekommen alle gesundheitsrelevanten Informationen auf einen Blick“, so Wörmann. Fester Platz für die Notfalldose sollte der Kühlschrank sein. Der sei eigentlich in jeder Wohnung vorhanden und leicht zu finden. „Aber zu jeder Notfalldose gibt es auch zwei Aufkleber“, berichtet Wörmann. Eine davon sollten die Nutzer der Dose an der Wohnungstür anbringen. „So wissen die Retter direkt, wonach sie in der Wohnung suchen müssen“, betont Wörmann. Der zweite Aufkleber gehöre – quasi zur Bestätigung – direkt an die Kühlschranktür. 

Gute Erfahrungen in Holzwickede 

Wörmann selbst hörte bei der Kreisseniorenkonferenz durch eine Kollegin aus Holzwickede von der Notfalldose. „Sie hat die Dose dort vorgestellt. Rund 100 Stück hat sie damals innerhalb von etwa zehn Minuten auf dem Holzwickeder Markt verkauft“, erinnert er sich. 

Den Vorstand des VdK-Ortsverbands möchte der Vorsitzende bei der Sitzung im August informieren und dann dem Kreisverband das Okay aus Werne geben. 

Nicht die erste Hilfestellung

Es wäre übrigens nicht die erste Hilfestellung, die Nutzer den Rettungskräften geben könnten: „In Werne gibt es schon seit einiger Zeit die Notfallkarte, die die Inhaber dann auch in der Notfalldose aufbewahren könnten“, sagt Wörmann. Auf dieser Karte sind neben den Personalien unter anderem verzeichnet, ob der Inhaber einen Herzschrittmacher hat, welche Allergien und Grunderkrankungen er hat oder wer sein Hausarzt ist. 

Weitere Informationen zur Notfalldose

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare