Zweiter Brand auf einem Bauernhof

60 brennende Heuballen in Werne: Feuer droht auf Wald überzugreifen - Ermittlungen wegen Brandstiftung

60 brennende Strohballen in Werne: Feuer droht auf Wald überzugreifen
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Die Flammen drohten auf den Wald überzugreifen.

Eine große Anzahl an dicht gepressten Heuballen stand am Sonntagabend in Stockum in Flammen. In Kamen brannten 100 Strohballen. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen Brandstiftung.

Werne/Kamen - Um 20.46 Uhr wurde am Sonntagabend der Löschzug 3 aus Stockum sowie der Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne in die Alte Bockumer Straße in Stockum alarmiert. Bereits bei der Anfahrt auf der Hammer Straße war kurz hinter dem Kraftwerk Gersteinwerk ein Feuerschein aus einem angrenzenden Waldstück zu erkennen. 

Laut Rückmeldung der ersten Einsatzkräfte aus Stockum standen mehrere gepresste Heuballen, die an einem Waldstück gelagert waren, in Vollbrand.

Der genaue Einsatzort lag hinter dem Kraftwerk Gersteinwerk an der Hammer Straße circa 500 Meter vor dem Abzweig Hammer Straße/Wittekindstraße bzw. Kreuzung Am Lausbach in Stockum. Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt.

Schon von weitem war der Feuerschein zu erkennen.

Im Erstangriff bekämpften mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz mit zwei Hohlstrahlrohren die Flammen der brennenden Heuballen. Die Wasserentnahme für diesen Erstangriff wurde aus den Wassertanks der Großfahrzeuge sichergestellt. Durch die nachrückenden Kräfte der Innenstadt wurde eine circa 220 Meter lange Löschwasserversorgung zu einem Hydranten an der Hammer Straße aufgebaut.

Heuballen in Flammen: Feuerwehr Werne baut Riegelstellung auf

Eine sogenannte Riegelstellung sowie der massive und schnelle Wassereinsatz konnten ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Bäume verhindern. Die Einsatzstelle wurde mit den Scheinwerfern der Löschfahrzeuge großflächig ausgeleuchtet und der rechte Fahrstreifen der Straße in Fahrtrichtung Hamm für die Löscharbeiten gesperrt. Verkehrsleitkegel und Blitzleuchten sicherten die Einsatzkräfte am Fahrbahnrand.

Da die Heuballen dicht gepresst und eng gelagert waren, war es schwierig, diese vollständig von außen zu löschen. Durch die Einsatzleitung wurde der Kontakt zum Eigentümer des Feldes bzw. der Heuballen hergestellt. Dieser erklärte sich sofort bereit, mit einem Trecker die Einsatzkräfte zu unterstützen. Mit dem Frontlader des Treckers zog er die Heuballen auseinander, sodass die Einsatzkräfte die vielen Glutnester im Inneren der Heuballen löschen konnten.

Der Eigentümer half der Feuerwehr mit einem Trecker und zog die Heuballen auseinander.

Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits die ersten Kräfte aus der Innenstadt aus diesem Einsatz entlassen, sodass diese wieder ihren Standort anfahren konnten. Im Einsatzverlauf musste die Anzahl der brennenden Heuballen von 20 Stück auf ca. 60 Stück nach oben korrigiert werden. Aufgrund der Packungsdichte des Heus und der umwickelten Folie gestaltete sich das vollständige Ablöschen der Glutnester weiterhin schwierig.

Heuballen in Werne und Kamen in Flammen - Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Nach Angaben der Polizei standen schon am frühen Sonntagmorgen gegen 2 Uhr auf einem Bauernhof in Kamen rund 100 Strohballen in Flammen, die die Feuer kontrolliert abbrennen ließ.

Der Sachschaden, der durch beide Brände entstanden ist, liegt im fünfstelligen Bereich. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen Brandstiftung, prüft einen Zusammenhang zwischen den zwei Sachverhalten und sucht Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nehmen die Wachen in Kamen unter 02307-9213220 und Werne unter 02389-921 3420 entgegen. - von Jörg Heckenkamp

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