„Herrenmoden Schmersträter“ ist für Handelspreis nominiert

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Inhaber Christof Schmersträter führt sein Geschäft seit 2012. Am Mittwoch, 10. Oktober, erfährt er in Dortmund, ob er den Handelspreis erhält. Es gibt drei weitere Nominierte.

Werne/Dortmund - Christof Schmersträter, Inhaber von „Herrenmoden Schmersträter“, ist für den Westfälischen Handelspreis 2018 nominiert worden. „Das ist eine große Auszeichnung für das ganze Team“, sagt der 42-Jährige. Der Westfälische Handelspreis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Seit 2012 führt Christof Schmersträter sein Geschäft an der Bonenstraße. Mit ihm kümmern sich drei langjährig Beschäftigte um die Belange der Kunden. 

Den Westfälischen Handelspreis loben der Handelsverband Westfalen-Münsterland und die National-Bank Dortmund aus. Nominiert sind insgesamt vier inhabergeführte Einzelhandelsbetriebe. Schon dies gilt in der Branche als besondere Ehre. Der Sieger wird bei einer Festveranstaltung am Mittwoch, 10. Oktober, ab 11 Uhr vor geladenen Gästen im Westfälischen Industrieklub in Dortmund geehrt. Im Jahr 2015 stand Hubertus Waterhues von „Bücher Beckmann“ auf der potenziellen Gewinner-Liste. Zu Platz eins hatte es indes nicht gereicht.

Der Handelspreis wird zum 18. Mal verliehen. Er geht an Einzelhändler aus dem Raum Dortmund, Hamm oder dem Kreis Unna, die „dem kontinuierlichen Wandel im Handel mit Persönlichkeit, Fantasie und unternehmerischem Mut kreativ und beharrlich begegnen und sich so am Markt behaupten können“, wie es heißt. Bewerben kann man sich für den Preis nicht; ein Gremium aus Fachleuten und Spezialisten ernennt die Nominierten. Neben Schmersträter sind im Rennen: 

- Marco Hahn, „Ihr Zeltespezialist – Camping – Reisen – Freizeit“ aus Dortmund,

- Melanie Riepe, „Obenrum BH-Beratung“ in Hamm und

- Petra und Ulrich Schock, Sanitätshaus Schock, ebenfalls Dortmund.

Größen von S bis XXXXL

Christof Schmersträter hatte das Geschäft vom Modehaus Kroes übernommen, in dem er zuvor beschäftigt war, und einige Zeit später umfirmiert. In dem Traditionshaus im Zentrum Wernes biete der Kaufmann auf rund 350 Quadratmeter „modische Herrenbekleidung und exzellente Beratung“, lobt der Handelsverband – „vom Socken bis zur Kopfbedeckung, für jede Figur das Passende von Größe S bis XXXXL“. 

Ebenso überrascht wie erfreut sei er gewesen, als er die Nachricht von der Nominierung vor einigen Wochen erhalten habe, sagt Schmersträter. Sie sei ihm Würdigung und zugleich Ansporn, seinen bisherigen Weg weiterzugehen. Der bestehe auch darin, sich auf ausgefallene Art ins Gespräch zu bringen: etwa durch Events wie Konzerte und Weinproben oder durch besondere Service-Leistungen wie der Nachbestellung einzelner Artikel und der Praxis, dem Kunden auf Wunsch auch Kleidung zur Auswahl mit nach Hause zu geben. In Zeiten des Online-Handels und großer (Outlet-)Zentren auf der grünen Wiese sei es eine besondere Herausforderung für kleine und mittlere Betriebe, sich am Markt zu behaupten, sagt Schmersträter. In kleineren Städten wie Werne seien die Geschäftstreibenden überdies aufgerufen, an einem Strang zu ziehen, um die Kundenfrequenz insgesamt zu erhöhen. Daher sei er auch Mitglied in der Wirtschaftsvereinigung „Wir für Werne“. 

„Keine Aufräumer, sondern Fachkräfte“

Bei ihm arbeiteten „keine Aufräumer oder Aufpasser“, sondern Fachkräfte mit langjähriger Erfahrung in der Textilbranche, unterstreicht Schmersträter. Viele Stammkunden hätten „ihren“ Verkäufer, dem sie voll und ganz vertrauen würden und auch vertrauen könnten. Das sei mit Blick auf die besondere Klientel auch nötig: Männer gingen für gewöhnlich nicht eben gerne einkaufen, noch weniger ambitioniert seien sie bei der Anprobe. „Da sollte die Hose gleich beim ersten Mal gut sitzen.“

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